Nach Informationen der Financial Times Deutschland (FTD) probiert die Allianz Deutschland ein umstrittenes Modell im Vertrieb aus: Der Versicherer gründet GmbHs, die für Gruppen von rund sechs Vermittlern gegen Gebühr Verwaltungsarbeiten erledigen. Verwaltungsarbeiten von der Terminvereinbarung bis zur Führung des Kassenbuchs und die Pflege der Vertreter-Homepage könnten die Center wahrnehmen. Auch die Zuordnung von Laufkundschaft an die Vertreter und der Verkauf einfacher Produkte sollen dort organisiert werden.
Bisher richtete die Allianz in München, Chemnitz und Herborn Center ein, weitere sind geplant. Der BVK verurteilte den Allianz-Vorstoß. "Hier wird der gläserne Vertreter geschaffen", so BVK-Präsident Michael H. Heinz. Die Allianz verschaffe sich so die volle Kontrolle über Terminbücher und Gesprächszahlen.