Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat heute (17.12.2004) Anklage gegen den ehemaligen Vorstandschef von MLP, Bernhard Termühlen, wegen des Verdachts der Bilanzmanipulation erhoben. Daneben sollen sich noch zwei weitere Top-Manager vor Gericht verantworten.
Die Beschuldigten hätten unter anderem die Jahresabschlüsse der MLP und zweier Tochtergesellschaften bewusst unrichtig aufgestellt, hieß es von Seiten der Strafverfolgungsbehörde. MLP widersprach dieser Darstellung. Dennoch gaben die Aktien des Unternehmens nach Bekanntwerden der Anklage deutlich nach.
Die drei Beschuldigten sollen nach Darstellung der Staatsanwaltschaft versucht haben, die Ertragslage und das Wachstum des Heidelberger Unternehmens im Jahr 2001 in günstigerem Licht erscheinen zu lassen. Dies gelte neben der MLP-Bilanz auch für die Jahresabschlüsse der MLP Lebensversicherung AG und MLP Finanzdienstleistungen AG des Jahres 2001. Erlöse aus verkauften Forderungen und Rückversicherungsprovisionen seien als Gewinne ausgewiesen worden, während ihnen gegenüberstehende Rückzahlungsverpflichtungen nicht in die Bilanz aufgenommen worden seien.