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Die Lebensversicherer von Axa und Gothaer haben erneut die Anforderungen der Finanzaufsicht an die Krisenfestigkeit nicht erfüllt.

Ein Axa-Sprecher sagte, der Lebensversicherer sei in einem der drei Szenarien bei der Simulation eines 35-prozentigen Kursverfalls der Aktien gescheitert. Grund hierfür sei, dass die Systematik der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) so genanntes Hybridkapital nicht angemessen berücksichtige. Handlungsbedarf sehe der Lebensversicherer, der zuletzt bereits seine Aktienquote reduziert habe, nicht. "Wir glauben, dass wir damit komfortabel abgesichert sind."

Die Gothaer Leben riss sogar bei allen drei Stresstests die Latte. Die Behörde setze bei der Simulation alternative Anlageformen wie Hedgefonds oder Private-Equity-Investments mit Aktien gleich, sagte ein Sprecher. Dies sei aber nicht gerechtfertigt.

Stresstests dienen der Finanzaufsicht als Frühwarnsystem. Die Lebensversicherer sollen auch bei extremen Veränderungen im Kapitalmarkt ihre Verpflichtungen gegenüber den Kunden jederzeit erfüllen können. Verfehlt ein Versicherer einen Test, sollte er seine Kapitalanlagepolitik ändern und seine Eigenmittel stärken. Die Axa Leben ist die Nummer acht der deutschen Lebensversicherer, die Gothaer Leben liegt auf Platz 16. In Deutschland sind mehr als 120 Lebensversicherer tätig.