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Mit Internet-Versicherung solle es Direktversicherern an den Kragen gehen. So meint man bei der Zurich, dass Internet offenkundig nicht nur billiger sei, sondern auch alles über eine europaeinheitliche Plattform günstiger abgewickelt werden kann.

Um ein schnelles Gegenargument abzuwehren, wurde aber zugleich betont, dass man länderspezifische Details berücksichtigen wolle, was allerdings teils bekanntlich sogar zwingend ist. Und natürlich ist als Standort die Republik Irland erdacht, wo man bisher als Versicherer ein etwas leichteres Spiel hatte als etwa mit einer kontinentaleuropäischen Aufsichtsbehörde. Daher wurde zurich-connect auch in Dublin angesiedelt.

Freilich präsentiert sich zurich-connect bislang nur in der Sprache, die in Irland überwiegend gesprochen wird: Englisch. Jeder künftige Kunde sollte hierin also auch etwas sattelfest sein. Angeboten wird commercial motor insurance, auf Deutsch Autoversicherung im gewerblichen Bereich. Für Privatkunden gilt deshalb warten, bis der Zurich-Konzern planmäßig seine deutsche Direktversicherungstochter DA Deutsche Allgemeine auf die irische Tochter transferiert hat, Arbeitsplatzverluste auch hier nicht ausgeschlossen.

Die irische Tochter bietet heute bereits automatischen Schutz beim Fahren in der EU an. Doch das muss sie selbst nach irischem Recht, ist dies doch durch EU-Recht zwingend vorgeschrieben. Versichern kann sich aber derzeit bei der irischen Zurich-Tochter noch kein deutscher Interessent. Dem nützt keine Aussage über EU-weiten Versicherungsschutz; der Versicherer muss nach § 5 des deutschen Pflichtversicherungsgesetzes in Übereinstimmung mit EU-Recht auch für Deutschland zugelassen sein. Das ist aber nach BaFin nicht der Fall. Zugelassen wäre nur eine der anderen Zurich-Töchter in Irland, auch für Autopolicen, aber eben nicht als reine Internet- Plattform. (cdg)

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