Die Allianz kürzte 2005 nach Einführung eines günstigeren „Kompakt-Tarifs“ bei KFZ-Versicherungen ihren Vertretern einseitig die Provision auf sechs Prozent. Vertraglich festgelegt waren aber zehn Prozent.

Wie die meisten Versicherungsunternehmen hat auch die Hamburg-Mannheimer (HM) ihren Vertretern mitgeteilt, wegen der Änderungen des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) müssten auch die Vertreterverträge geändert werden. Wörtlich heißt es in einem Informationsblatt der HM aus Oktober 2007: „Aufgrund der vorgeschriebenen Verteilung der Abschlusskosten auf 5 Jahre waren auch die Stornohaftungszeiten der Abschluss- und Bestandserhaltungseinheiten auf 60 Monate anzupassen“.

Auf unseren Artikel „Allianz führt Dritttarif für Kraftfahrzeuge ein“ hat es zahlreiche Reaktionen der Mitglieder des BVK gegeben, von denen wir nachfolgend einige wiedergeben. Bitte beteiligen Sie sich an unserer Umfrage, wie viel Zeit Sie tatsächlich für den Abschluss einer Kraftfahrtversicherung aufwenden. Teilnehmen können nur BVK-Mitglieder im internen Teil von www.bvk.de.

Der Vorsitzende der Kollegialen Vereinigung der AachenMünchener (KV), Bernhard Keller, hat in einem Telefongespräch mit dem BVK-Hauptgeschäftsführer klargestellt, dass die Mitglieder der Vertretervereinigung nicht zur Unterzeichnung der Verträge mit der Allfinanz Deutsche Vermögensberatung AG (Allfinanz) aufgefordert worden seien.

Nach einem brandneuen Urteil des Landgerichts München I vom 25. Juni 2007 muss die Allianz ihren Vertretern in der KFZ-Versicherung auch für einen günstigeren Zweittarif einen Provisionssatz von 10% der Jahresprämie zahlen und darf die Vergütung nicht einseitig auf 6% senken.

Die Allfinanz Deutsche Vermögensberatung AG (Allfinanz), deren Gesellschafter die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) und die Aachen Münchener Versicherung AG sind (ab 1.1.2008 soll der Gesellschaftsanteil der AM an die DVAG übertragen werden), haben vertraglich vereinbart, dass der Vertrieb der AM zum 1.1.2008 im Wege der Ausgliederung auf die Allfinanz übergehen soll.

Wie bekannt ist, beabsichtigt die AachenMünchener (AM), dass zukünftig ihre Produkte nur noch über die beiden Vertriebspartner DVAG und Allfinanz AG verkauft werden und die Vertreter der AM damit zu Untervertretern der Allfinanz AG werden. Im Zusammenhang mit diesen Plänen, die der BVK in der Presse und Öffentlichkeit scharf kritisiert hat, haben viele Mitglieder Fragen an den BVK gerichtet und Beratungen erhalten. Die meist gestellten Fragen und die Antworten hat der BVK in einem Papier zusammengestellt.

Der deutsche AXA Konzern hat seine Überlegungen, den Vertrieb in eine eigene Gesellschaft zu überführen, abgeschlossen und entschieden, die Pläne vorerst auf Eis zu legen.

Nach wochenlangen Auseinandersetzungen über die Presse trafen sich am 20. Dezember 2004 der Vertriebsvorstand Kreutz und weitere Vertreter der ARAG, der Vorstand der ARAG--Vertretervereinigung sowie der BVK-Präsident Heinz, Vizepräsident Zander und die BVK-Geschäftsführung zu einem Gespräch im Hause des BVK.

Grund der Auseinandersetzungen und des gemeinsamen Gesprächs war die in Augen des BVK rigide Geschäftspolitik der ARAG gegenüber ihrem eigenen Vertrieb: Die Vertreter der ARAG sollten einen neuen Vertretervertrag unterzeichnen, der deutliche Nachteile gegenüber den bisherigen Regelungen enthält und die Gefahr birgt, dass Vertretern sogar die wirtschaftliche Grundlage ihrer selbständigen Vermittlungstätigkeit entzogen wird. Besonders kritisiert wurde seitens des BVK die ARAG-Praxis, unter der Androhung der Kündigung von den Vertretern die Unterzeichnung der neuen Verträge zu fordern. Dies hatte zu einer Flut von Kündigungen, selbst von langjährigen und erfolgreichen Vermittlern geführt.

Die HanseMerkur Krankenversicherung aG wird mit Wirkung vom 1. Januar 2004 Kooperationspartner der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK). Rechtzeitig zum Inkrafttreten der Gesundheitsreform stehen den über 7 Millionen DAK-Versicherten sechs leistungsstarke Tarifangebote zum privaten Kranken-Ergänzungsschutz zur Verfügung. Sie reichen von Paketen für den ambulanten und stationären Bereich — einschließlich Auslandsreise-Schutz bis zu Einzelmodulen für stationäre Chefarztbehandlung und Krankentagegeld. Flankiert wird das Angebot durch attraktive Serviceleistungen wie eine HanseMerkur Informations-Hotline für DAK-Kunden zu Antrags- und Leistungsfragen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Bundeskartellamt mit Hilfe der Kriminalpolizei bei 13 Versicherern wegen verbotener Preisabsprachen im industriellen Sach- und Haftpflichtversicherungsgeschäft Hausdurchsuchungen durchgeführt.

Unter dieser Überschrift berichtet das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom 26.6.2003, dass die Lebensversicherer bei ihrer Sitzung am 25.6.2003 in Frankfurt ihre Zustimmung zur Teilnahme an der Rettungsaktion für die Mannheimer Versicherungsgruppe verweigert haben.

Die Absichtserklärung des ehemaligen Vorsitzenden des Gemeinschaftsausschusses, Dr. Jannott, Versicherungsvertretern, die mehr als 25 Jahre für ein Unternehmen tätig sind und das 55. Lebensjahr erreicht haben, nicht mehr zu kündigen, wird nach Erfahrungen des BVK zunehmend weniger befolgt.

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