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Die Großen der Welt lassen sich feiern. Sie pumpen noch eine weitere Billion Dollar in die Weltwirtschaft. Geld, das sie natürlich nicht haben. Also per Schulden beschaffen müssen. Notfalls hilft die Notenpresse. Nachdem die Luftballons des Investmentbankings geplatzt sind, versucht die überforderte Politik, wieder Luft in die Ballons zu bekommen.  

Gleichzeitig senkt die EZB den Leitzins noch weiter. Damit wieder ökonomisch unsinnige Investitionen oder Konsum angeheizt werden. Und Sparer, die noch eine auskömmliche Rendite haben wollen, in Risiken gehetzt werden, für die sie nicht die nötige Risikotragfähigkeit besitzen. Es ist schon erstaunlich, wie eine Krise mit ihren Ursachen bekämpft wird. Vielleicht wird das eine oder andere Strohfeuer kurz auflodern.
 
Wenn mit Abwrackprämie Kfz-Werkstätten und Gebrauchtwagenhändler in den Ruin getrieben und Geld in den Autokonsum abgezogen wird, fehlt das, was in der privaten Vorsorge dringend gebraucht wird. Die Investmentbanker feiern die Fortsetzung ihres Irrsinns, Wachstum durch Kunstgeld zu erzeugen, mit einem Kursfeuerwerk an den Börsen. Wenig Hoffnung auf Licht am Ende des Tunnels. Das ist wohl eher der Mann mit der Taschenlampe, der den Notausgang sucht. Nach dem Versagen von wirtschaftlicher und politischer Führung kann der Notausgang nur aus Kleinunternehmern und Verbrauchern bestehen, die ihre Chancen nutzen und sich so von der Krise abkoppeln.
 
Trotz gesunkener Vertragsrenditen haben Versicherungsvermittler die große Chance, konventionelle Lebensversicherung als Krisengewinner zu positionieren und den Absatz anzukurbeln. Ihre Kunden haben berufliche Chancen häufig noch nicht ausreichend genutzt.
 
Trotz der ersten Auswirkungen der Finanzkrise auf den Arbeitsmarkt haben wir immer noch zwei Dutzend Berufe gefunden, bei denen die Zahl der offenen Stellen größer ist als die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen (siehe Doku), besonders im Bereich der Ingenieure und der Krankenpflege. Rekordhalter sind die Anästhesieschwestern. 388 von ihnen werden dringend gesucht, aber nur 46 sind arbeitslos gemeldet. Die Nutzung beruflicher Chancen und der verantwortliche Umgang mit Geld auf der Ausgabenseite macht die Kunden krisenresistent. Und auch wieder vorsorgefähig...
(map-fax 14/09)