Für die Versicherungsvermittler kommt es wirklich knüppeldick. Erst die Krise der Lebensversicherer. Dann die Einführung der steuerlichen Diskriminierung für die kapitalbildende gemischte Lebensversicherung. Dann eine Rürup-Rente, die in ihrer Komplexität kaum einem Kunden zu vermitteln ist. Und jetzt die Verunsicherung der Kunden durch die Panikmache am Arbeitsmarkt
Seit vielen Monaten wissen wir, dass die Arbeitslosenzahlen steigen werden, wenn die arbeitsfähigen Sozialhilfeempfänger hinzukommen. Trotzdem versuchen die lieben Kollegen, vor allem im Fernsehen, daraus die große Schockmeldung zu machen. Dabei ist dieser Anstieg so wenig überraschend und schockierend wie der gegenwärtige Schnee auf den Straßen Vorbote einer neuen Eiszeit ist. Wenn zu einer Gruppe von Menschen eine zweite Gruppe hinzukommt, wird die Gesamtgruppe größer.
Erstaunlich für uns ist eher, dass Vermutungen über Schummeleien von Kommunen bei der Übertragung von angeblich arbeitsfähigen Sozialhilfeempfängern auf erstaunlich wenig Interesse stoßen. Auch wir haben uns einige Daten von der Bundesagentur für Arbeit besorgt (siehe Doku). Dabei sind wir auch auf einige Veränderungsraten gestoßen, die wir recht seltsam finden. So ist es durchaus möglich, dass diesen Merkwürdigkeiten nachgegangen wird und die Arbeitslosenquote in den nächsten Monaten auf wundersame Weise auch wieder sinken wird. Dem Vermittler bleibt, dem Kunden die Zusammenhänge zu erklären, um Störungen der Vorsorgebereitschaft zu vermeiden. Wer einen Job hat, den mit dem nötigen Engagement ausfüllt und seine Qualifikation ständig ausbaut, der hat auch weiterhin keinen Grund zur Panik. (map-fax 09/05)