DruckversionDie Deutschen wollen die Finanzprodukte, mit denen sie ihr Geld anlegen, besser verstehen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Untersuchung von TNS Infratest im Auftrag der Allianz Bank. Für die Allianz Bank Money Trends wurden 1.000 Deutsche über 18 Jahren zu ihrem Finanz- und Anlageverhalten befragt.
Für 87 Prozent der befragten Männer und Frauen ist es wichtig, Finanzprodukte selber zu verstehen. Dazu hat offenbar auch die Finanzkrise beigetragen: Fast 60 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich nach der Finanzkrise mehr Gedanken darüber machen, wie sie ihr Geld anlegen oder sparen als zuvor. Ganz besonders gilt dies für ältere Menschen ab 60 Jahren. 65 Prozent von Ihnen denken jetzt stärker über ihre Geldanlage nach; bei den Jüngeren (bis 30 Jahre) sind es 46 Prozent.
Ebenfalls als wichtig wird das Vertrauen in den Berater eingestuft (87 Prozent). Der Rat eines Finanzexperten ist weiterhin erwünscht; allerdings würde nur ein Viertel der Befragten ihre Entscheidung für ein Finanzprodukt allein vom Berater abhängig machen.
Die Beratung selbst soll möglichst umfassend sein. Neun von zehn Deutschen wünschen sich, dass ihr Berater individuell auf ihre finanzielle Gesamtsituation eingeht und dabei sowohl Versicherung als auch Vorsorge und Vermögen berücksichtigt. Für 83 Prozent der Befragten ist darüber hinaus der gute Ruf des Produktanbieters von besonderer Bedeutung.
Auch die Anspruchsniveaus an die Beratung unterscheiden sich: Generell zeigen sich Frauen in ihren Erwartungen an Finanzberatung anspruchsvoller als Männer, Menschen in jungem bis mittlerem Alter mehr als in höherem Alter und Internetnutzer mehr als nicht Internetaffine. Insgesamt zeigt knapp die Hälfte der Kunden (47 Prozent) einen hohen bis sehr hohen Anspruch an ihre Beratung und immerhin 24 Prozent einen mittleren Anspruch. Über alle Anspruchsgruppen hinweg wird aber eine Beratung gewünscht, die umfassend und individuell ist, die Produkte verständlich erklärt und durch einen Berater erfolgt, dem der Kunde vertraut.
ots