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Die Verwaltungskostenquoten deutscher Lebensversicherer sind nur von begrenzter Spannung, auch wenn die Pseudo-Verbraucherschutzpolitik gern gegenteiliges suggeriert. Gerade einmal 2,094 Mrd. € hat die Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 für die Verwaltung der Verträge ausgegeben (siehe Doku).
 
Das sind nur noch 2,42 % der verdienten Bruttobeiträge. Dieser Kostensatz, der wesentlich von EDV-Kosten geprägt ist, ist gegenüber dem Vorjahr (2,63 %) um 0,21 Prozentpunkte zurückgegangen. Spannender sind da schon Veränderungen in der Spitzengruppe der Billigverwalter. Der langjährige Spitzenreiter der Tabelle mit dem niedrigsten Kostensatz, die Hamburger neue leben, ist inzwischen hinter Itzehoer und Allianz auf Rang 6 abgerutscht. Auf dem Rang stand im Vorjahr noch Direktversicherer Cosmos aus der italienischen Generali-Gruppe, die mit den Saarbrückern wenigstens einen kostengünstig arbeitenden Lebensversicherer haben, während die Schwestern AachenMünchener (Rang 47), Generali (Rang 51) und Dialog (Rang 61) mit ihren Verwaltungskostensätzen weit über dem Marktdurchschnitt landen. Probleme mit Komplexitätskosten in einem Versicherungsmulti?
 
Auch zeigt die Tabelle, dass man sich nicht von dem dummen Gerede von Synergieeffekten als Begründung für Fusionen verrückt machen lassen sollte. Ein Beispiel ist Multifusionär Axa mit ihren 3,22 % bei 2,42 % Marktschnitt. Interessant ist die kleine, aber feine Süddeutsche (Rang 34), die den gleichen Kostensatz schafft wie Marktgigant Zurich Deutscher Herold. Auf Rang 18 findet sich der kleine öffentlich-rechtliche Lebensversicherer aus Oldenburg. Der schlägt nicht nur Marktgigant R+V, sondern auch den gern hochgelobten Billigversicherer HUK-Coburg (20.)... (map)
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