DruckversionPhishing, das Abfischen von Zugangsdaten über gefälschte Webseiten, hat in den letzten Monaten enorm zugenommen. Ein Report der Anti-Phishing Working Group weist eine Steigerung gezählter Phishing-Seiten für den Erfassungszeitraum von Februar bis Juni 2009 um mehr als 120 Prozent aus. Auch interne Auswertungen des größten deutschen Mailanbieters WEB.DE haben ergeben, dass sich die Anfragen von Nutzern, deren Daten missbräuchlich verwendet wurden, im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt haben.
Experten raten dringend zur Verwendung unterschiedlicher Passwörter
Generell sollten Internet-Nutzer darauf achten, auf welchen Seiten sie sich bewegen und ob die Webseiten echt sind, welchen sie ihre Zugangsdaten anvertrauen. WEB.DE warnt davor, Zugangsdaten mehrfach weiterzugeben. "Ein immer wiederkehrender Fehler ist beispielsweise die Verwendung ein und desselben Passwortes für verschiedene Dienste", sagt WEB.DE Geschäftsführer Jan Oetjen und gibt zu Bedenken, dass "Daten, die über eine Phishing-Attacke an Unbefugte gelangt sind, Zugang zu weiteren Diensten ermöglichen, sofern nicht unterschiedliche Passwörter verwendet wurden". Sichere Passwörter sollten Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen beinhalten, möglichst nicht im Wörterbuch stehen und aus mindestens 10 Zeichen bestehen.
Tipps
E-Mails, die den Nutzer auffordern Zugangsdaten, Kennwörter oder Kreditkarten-Informationen einzugeben, so vertrauenswürdig sie auch erscheinen mögen, sollten unverzüglich gelöscht werden.
Links innerhalb einer E-Mail ignorieren und die betreffende Webseite stets durch Eingabe der Adresse im Browser-Fenster öffnen.
Stets auf die korrekte Eingabe achten, da bereits kleine Tippfehler auf fingierte Phishing-Seiten führen könnten.