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Da waren Kanzlerin und Finanzminister wohl not amused. Zunächst kommt von Eurogruppenchef Juncker, der mit Luxemburg nur 19,5 % Staatsverschuldung hat (Deutschland 81,7 %) ein Signal, sie möge in der Eurodiskussion den Ball schön flach halten. „Ich halte die Höhe der deutschen Schulden für besorgniserregend“.
 
Pünktlich zur Haushaltsdebatte um den Kanzleretat holte sich der Finanzminister am Markt eine böse Klatsche ab. 6 Mrd. € wollte er bei einer Auktion von Bundesanleihen einsammeln, doch es kamen nur 3,89 Mrd. € zusammen. Ein Zins von 1,98 % liegt fast ein Viertel unter der Inflationsrate - welch eine Provokation. Unsere Einschätzung, dass das derzeitige Zinsniveau sittenwidrig ist (map-fax 45/11) wird wohl inzwischen von den Finanzmärkten geteilt. Bald wird auch die Bundesregierung sparen müssen, um anständige Zinsen zahlen zu können. Dann wird niemand mehr über die Renditen von Lebensversicherungen herziehen können... (map)
(map-fax 47/11)