DruckversionDer Insolvenzschutz betrieblicher Versorgungsansprüche wird wieder deutlich billiger. Der Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) in Köln hat seinen Beitragssatz für das Jahr 2010 auf 1,9 Promille verringert.
Damit streichelt der PSVaG, die Selbsthilfeeinrichtung der deutschen Wirtschaft, seine Kunden wieder. Das hatte er schon für 2008 getan. Doch dazwischen hatte er infolge zahlreiche Insolvenzen kräftig zugelangt. So war der Beitragssatz für 2009 auf rekordverdächtige 14,2 Promille gestiegen. Für 2008 hatte der PSVaG lediglich 1,8 Promille verlangt, wodurch der Beitragssatz für 2007 von 3,0 Promille deutlich unterschritten wurde. Doch das „bisher höchste Schadenvolumen seit Gründung des PSVaG“ im Jahr 2009, auf dem die Kalkulation des PSVaG im Wesentlichen beruht, hat die Explosion des Beitragssatzes verursacht. Bemessungsgrund der Beiträge, die die Unternehmen an dem PSVaG abzuführen haben, sind die Rückstellungen für Betriebsrenten in der Bilanzen der Betriebe. Diese Beträge müssen bis zum 30. September eines jeden Jahres gemeldet werden.
mig