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VersicherungsvermittlungSeite 4
2008 – ein Jahr voller Herausforderungen und Chancen

In seinem traditionellen Artikel zum Jahresanfang gibt BVK-Präsident Michael H. Heinz einen Statusbericht und wirft einen Blick in die Zukunft. Die Berufs- und Arbeitswelten ändern sich ständig, sie reagieren laufend auf neue Technologien und die Bedürfnisse der Menschen. Der Veränderungsbedarf auch in unserem Berufsstand ist groß. Es mehren sich aber die Anzeichen dafür, dass eine grundsätzlich weiter bestehende Nachfrage nach unseren Dienstleistungen und Produkten in dem bewährten persönlichen und zuverlässigen Kontakt mit auf Kaufmanns-Ethik basierenden Prinzipien eine glänzende Zukunft hat.

Wir stellen mit großer Zufriedenheit fest, dass sich unsere an dieser Stelle vor einem Jahr veröffentlichte Prognose eines sich selbst tragenden Aufschwungs für das vergangene Jahr bewahrheitet hat. Darüber hinaus erkennen wir erfreuliche Anzeichen dafür, dass – wenn auch leicht gebremst – das Jahr 2008 ebenfalls ein gesamtwirtschaftlich sehr erfolgreiches sein wird.

Unsere Kunden verstehen mehr denn je die Notwendigkeit der Eigenvorsorge, insbesondere der Altersvorsorge. Die stetige und unermüdliche Aufklärungsarbeit unseres Berufsstandes hat dazu geführt, dass ein Selbstverständnis und eine Einsicht in die Eigenverantwortung entstanden sind. Durch unser persönliches, verlässliches und lebensbegleitendes Vertrauensverhältnis zu unseren Kunden haben wir trotz der mit millionenschweren Unterstützungsmaßnahmen gepuschten alternativen Vertriebswege eine starke Marktposition. Unsere Geschäftspartner zeigen sich zu Beginn des neuen Jahres uneinheitlich wie schon lange nicht mehr. Mancher droht, sein Kerngeschäft aus dem Auge zu verlieren, die bedarfgerechte und verbraucherfreundliche Versorgung der deutschen Assekuranz- und Anlage-Kunden mit passgenauen, transparenten und verlässlichen Produkten, vermittelt von Kaufleuten, denen Respekt und eine ihrer Bedeutung für den Unternehmenserfolg angemessene Provisionierung gezollt werden. Wir wollen und dürfen nicht verkennen, dass der Himmel für uns nicht voller Geigen hängt und es keinen Anlass gibt, das bisher Erreichte als Ruhestätte aus Lorbeerblättern misszuverstehen. Wir haben gerade erst begonnen, die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen umzusetzen. Wir werden noch Monate, vielleicht noch länger brauchen, um zu erkennen, welche Auswirkungen die Umsetzung der EU-Vermittlerrichtlinie und die VVG-Novelle auf unseren Berufsalltag haben werden. Es gibt viele Prognosen darüber, wie unser Berufsstand diesen Veränderungen Rechnung tragen wird. Wir selbst haben unsere Einschätzung oft genannt und bleiben dabei: Die deutschen Versicherungskaufleute haben eine blendende Zukunft vor sich, aber nicht in der bisherigen Form und längst nicht mehr für jeden Einzelnen. Es wird daher auch weiterhin die vornehmste Aufgabe des BVK sein, den notwendigen Veränderungsprozess zu begleiten, für den Berufsstand insgesamt, aber auch für jeden Einzelnen.

Seite 7
Der Ausgleichsanspruch des Versicherungs- und Bausparkassenvertreters

Wie hoch ist mein Ausgleichsanspruch? Was muss ich alles beachten? In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit der Frage der übertragenen Bestände.

Seite 8
VVG-Informationspflichtenverordnung am 1.1.2008 in Kraft getreten
Bundesministerium der Justiz hat im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Verordnung über Informationspflichten bei Versicherungsverträgen (VVG-InfoV) erlassen. Ziel ist es im Wesentlichen, eine einheitliche Behandlung aller Versicherungsverträge – unabhängig vom Vertriebsweg – zu erreichen und die Handhabung der Verbraucherinformationen durch die Unternehmen zu erleichtern. Durch den BVK konnte ein großer Erfolg erzielt werden. Während im Verordnungsentwurf vom 18.6.2007 zwischen Abschluss- und Vertriebskosten unterschieden wurde, ist in der jetzt verabschiedeten VVG-InfoV nur noch die Offenlegung der Abschlusskosten in einer Gesamtsumme vorgesehen. Dies ist eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem ursprünglich vorgesehenen Verordnungsentwurf.

Seite 10
Chancen nutzen – Neue Angebote der BVK-Bildungsakademie

Die BVK-Bildungsakademie hat neue Angebote für das 1. Halbjahr 2008 vorgelegt. Sie bietet damit allen Vermittlern qualifizierte Fort- und Weiterbildungsseminare an, die an den aktuellen Themen sowie berufsbezogenen Fragen und Problemen der Zukunft orientiert sind.

Seite 22
Gewerbesteuer – Rechtslage ab dem 1. Januar 2008

Aufgrund der Änderung des Gewerbesteuergesetzes erreichte die Redaktion der VersVerm eine Anfrage, in der angeregt wurde, aus einem Vermittlerbetrieb zwei Betriebe zu machen. Einer berät – gewerbesteuerfrei, der andere vermittelt – gewerbesteuerpflichtig. Hermann Kahlen, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht nimmt zu diesem Vorschlag eingehend Stellung.

Seite 24
Arbeitslose und Selbständige als Kleinrentner

Die Studie „Altersvorsorge in Deutschland 2005“, eine Untersuchung von TNS Infratest Sozialforschung im Auftrag der deutschen Rentenversicherung Bund, offenbart eine Rückbesinnung auf bewährte sozialpolitische Vorgaben, bietet aber auch unerwartete Einblicke in die reale Altersvorsorgesituation. So korrelieren z.B. niedrige Alterseinkünfte mit einer geringfügigen Beschäftigung, mit Arbeitslosigkeit, aber auch mit langen Jahren der Selbständigkeit. Und diese Bevölkerungsgruppen haben weitaus seltener als Normalbürger Ansprüche auf betriebliche oder private Vorsorgeleistungen. Das Dreisäulensystem der Altersvorsorge, das auf gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge beruht, wird in der Kommentierung der Studie besonders gewürdigt.

Seite 33
Südliche Sonne schützt nicht vor dem Fiskus

Die Flucht vor dem deutschen Winter in wärmere Gegenden verschont die Ruheständler nicht vor dem deutschen Finanzamt. Die nachgelagerte Besteuerung der Rente, die das Alterseinkünftegesetz zum 1.1.2005 mit sich gebracht hat, macht an deutschen Grenzen nicht halt. Denn die bis dahin bescheidene Ertragsanteilbesteuerung ist bei gesetzlichen Renten grundsätzlich der uneingeschränkten Einkommensteuerpflicht gewichen.

... und vieles mehr. Exklusiv für die Mitglieder des BVK.