94 Prozent der Versicherer in Deutschland planen vor dem Hintergrund der europäischen Aufsichtsrichtlinie Solvency II Investitionen in die Prozesssteuerung für das Risikomanagement. Damit steht das Thema für die Assekuranz in den nächsten Jahren ganz oben auf der Liste. Drei Viertel der Investoren wollen dabei die gesamte interne Organisation sowie die Prozesse innerhalb des eigenen Hauses an ihr Risikomanagementmodell anpassen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle "Branchenkompass Versicherungen" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.
Die Versicherer im deutschsprachigen Raum sehen die älter werdende Gesellschaft als Mega-Herausforderung – und zwar gleich an mehreren Fronten. 61 Prozent der Branchenentscheider bereiten sich mit differenzierten Produkt- und Vertriebsstrategien für verschiedene Altersgruppen auf diesen demographischen Wandel vor. Neue Produktlösungen für die ältere Generation, insbesondere in der Pflegeabsicherung, nennen 40 Prozent der Befragten. Das ist das Ergebnis des neuen Vertriebsmonitors für die Assekuranz, den der Deutscher Ring Krankenversicherungsverein und das Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen erstellt haben.

Die deutschen Versicherer verzeichnen im Jahr 2011 trotz Euro-Schuldenkrise und spürbarer Abschwächung der Konjunktur eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung heißt es in der Jahrespressekonferenz des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im November 2011: Die Schaden- und Unfallversicherung werde mit einem Plus bei den Beitragseinnahmen von voraussichtlich 2,5 Prozent das kräftigste Wachstum seit 2003 erzielen. Die private Krankenversicherung erwartet einen noch deutlicheren Anstieg der Beitragseinnahmen von 4,9 Prozent. Die Lebensversicherung erlebe im laufenden Beitragsgeschäft eine Stabilisierung.

Die deutschen Versicherer verzeichnen im Jahr 2011 trotz Euro-Schuldenkrise und spürbarer Abschwächung der Konjunktur eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung heißt es in der Jahrespressekonferenz des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im November 2011: Die Schaden- und Unfallversicherung werde mit einem Plus bei den Beitragseinnahmen von voraussichtlich 2,5 Prozent das kräftigste Wachstum seit 2003 erzielen. Die private Krankenversicherung erwartet einen noch deutlicheren Anstieg der Beitragseinnahmen von 4,9 Prozent. Die Lebensversicherung erlebe im laufenden Beitragsgeschäft eine Stabilisierung.

Bis 2030 werden die 60- bis 69-Jährigen zur größten Kundengruppe der Versicherten und lösen damit die heute 40 bis 49-Jährigen ab. Das Problem: Die Marktstrategien zu Neu- und Bestandskunden verlieren mit dieser Entwicklung ihre Grundlage und müssen neu aufgesetzt werden.
 
Während die zahlenmäßig stärkste Kundengruppe in der Regel bereits versichert ist und bestmöglich bis ins hohe Alter gebunden werden sollte, wird die Gruppe potenzieller Neukunden bei den Jüngeren kleiner und muss intensiver bearbeitet werden. Das hat eine aktuelle Marktstudie vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung ergeben.
Durch den Verzicht auf eine persönliche Beratung vor Ort sind Direktversicherer in der Lage, günstigere Konditionen anzubieten. Doch wie kompetent werden Kunden zu komplexen Themen wie Lebens-, Hausrat- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen per Telefon beraten? Welche Direktversicherer einen guten Service bieten, hat jetzt das Deutsche Institut für Service-Qualität im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv untersucht.

Die Sicherheit der eigenen Altersvorsorge schätzen die Deutschen wieder deutlich positiver ein als 2009. Der Schock  der Finanz- und Wirtschaftskrise scheint verdaut. Das beständig hohe Interesse an Altersvorsorgeprodukten geht mit einem Anstieg der Wichtigkeit der staatlichen Förderung einher. Diese wird deutlich höher eingestuft als 2009. Zu diesem Ergebnis kommt die jährlich erhobene Monitoringstudie "Kundenmonitor Assekuranz 2011" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics AG. Für die aktuelle Welle und das aktuelle Highlightthema "Altersvorsorge" wurden über 2.500 Entscheider und Mitentscheider in Versicherungsangelegenheiten repräsentativ befragt.

Laut einer aktuellen Veröffentlichung im BaFin-Journal (8/2011) verlief der Stresstest für alle deutschen Lebens- und Krankenversicherer erfolgreich. Die Schaden- und Unfallversicherer sowie die Pensionskassen konnten zudem besser abschneiden als im Vorjahr.

Deutsche Versicherungsunternehmen wollen die Qualität ihrer Beratungsleistungen verbessern. Deshalb planen Rund zwei Drittel der Branchenentscheider ihre Budgets für Mitarbeiterschulungen zu erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle "Vertriebsmonitor für die Assekuranz 2011", der vom Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen und vom Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G. erstellt wurde.

Die meisten deutschen Versicherer erwarten bis 2014 für ihre Branche ein Wachstum mit angezogener Handbremse.
Die deutsche Versicherungsbranche glaubt nicht daran, dass die Reform des europäischen Aufsichtsrechts wie geplant Anfang 2013 in Kraft treten wird. Von mehr als 100 Entscheidern aus Risikomanagement, Controlling und Revision gehen nur vier Prozent davon aus, dass das Solvency II-Paket pünktlich und vollständig umgesetzt wird. Dies ergab die Studie "MaRisk - Risikomanagement in der Versicherungswirtschaft" des Hamburger Software- und Beratungshauses PPI AG.
 
Mit dem neuen EU-Regelwerk Solvency II rückt Kapital als knappe Ressource in den Mittelpunkt der strategischen Überlegungen aller europäischen Versicherer. Die Unternehmensberatung Bain & Company analysierte gemeinsam mit Towers Watson in den vergangenen Monaten die Auswirkungen von Solvency II auf die wichtigsten Versicherer in den vier großen EU-Märkten Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien für das Leben-, Kranken- und Schaden-/Unfallgeschäft. Dazu wurde ein einheitliches Modell auf Basis öffentlicher Daten und gemäß der QIS5-Spezifikationen verwendet.
 
Deutsche Versicherer bekommen den Innovationsdruck im eigenen Produktportfolio verstärkt zu spüren. Dafür macht jede zweite Fach- und Führungskraft den gesättigten Markt in der Versicherungsindustrie verantwortlich. Auf Kundenseite fordern große Preissensibilität und zunehmende Ansprüche bei der Produktqualität die Unternehmen zusätzlich heraus.
 
55 Lebensversicherer, 22 Krankenversicherer und 42 Schadenversicherer haben wieder ihre Solvabilität für das vergangene Jahrzehnt offengelegt. Damit strafen sie nicht nur das Dauergeschwätz um angeblich intransparente Versicherer Lügen. Sie schaffen auch Argumente für den eigenen Vertrieb.
Deutsche Versicherungsunternehmen blicken wieder optimistischer in die Zukunft. 53 Prozent der Fach- und Führungskräfte beurteilen die Geschäftsentwicklung der letzten sechs Monate positiv. Damit liegt die Zufriedenheit der Assekuranzen mit der eigenen Geschäftsentwicklung um zehn Prozentpunkte höher als noch im Oktober 2010.

Mehr als ein Drittel aller Makler erwartet in Folge der zum Jahreswechsel in Kraft tretenden Garantiezinssenkung eine zeitlich begrenzte Nachfragesteigerung nach klassischen Lebens- und Rentenversicherungs-produkten. Die Erwartung scheint begründet: 30 Prozent aller Bundesbürger haben die kommende Garantiezinssenkung für klassische Produkte der privaten Altersvorsorge (pAV) bereits bewusst registriert und jeder sechste 18 bis 35-Jährige plant nach eigener Aussage den zeitnahen Abschluss eines entsprechenden Produkts. Es ist damit zu rechnen, dass sich im Vorfeld der Zinssenkung eine gewisse Torschlusspanik im Privatkundenmarkt der Assekuranz breit machen wird, die höheren Garantien für sich zu sichern.

Gute Stimmung in der Versicherungsbranche: Assekuranzen nehmen sich Zeit für Bestandskunden Knapp 45 Prozent der Fach- und Führungskräfte deutscher Assekuranzen sind der Meinung, dass sich die Grundstimmung im Versicherungsvertrieb deutlich verbessert hat. Das schlägt sich auch im Ausblick auf die kommenden Monate nieder.

Die deutschen Versicherer verzeichneten in 2010 einen Zuwachs ihrer Prämieneinnahmen. Das gesamte Prämienvolumen belief sich auf 178,8 Mrd. Euro und lag damit um 4,3 Prozent höher als im Vorjahr. Das gab heute (30.03.2011) der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) bekannt. Erneut hatten die Einmalbeiträge der Lebensversicherer daran einen erheblichen Anteil. Ohne die stark gewachsenen Einmalbeiträge hätte das Wachstum der Branche nur bei 0,5 Prozent gelegen.

Versicherungsrechtliche Bedenken gegen die vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am 1. März2011 (Rechtssache C-236/09) verordnete Versicherungsgleichheit von Mann und Frau spätestens zum 21. Dezember 2012 herrschen vor. Zufrieden zeigte sich lediglich der Verband der Ersatzkassen. Aber die gesetzlichen Versicherer unterscheiden generell nicht nach Geschlecht, sondern nur nach Einkommen. Private Versicherer dagegen arbeiten mit einer Vielzahl von Risikomerkmalen.
Lückenhafte Auskünfte am Telefon, nicht beantwortete E-Mails und unübersichtliche Internetseiten. Das sind keine Einzelfälle bei Versicherern, so eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität.
Nachfragepflicht Der Kunde war etwas großzügig gewesen bei der Ausfüllung eines Versicherungsantrags. Er hatte schlicht einige Punkte nicht angekreuzt oder keine weitere Eintragung vorgenommen. Es kam wie es kommen kann, ein Schaden trat ein, und nun kritisierte der Versicherer das Verhalten des Kunden und wollte vom Vertrag zurücktreten.

Doch das OLG Karlsruhe ließ den Versicherer unter Az. 12 U 6/09 abblitzen und klärte ihn auf. Er müsse nach ständiger Rechtssprechung des BGH beim Kunden nachfragen, wenn dieser bei Antragstellung ersichtlich unvollständige oder unklare Angaben mache. Denn der Versicherer muss schon vor Vertragsschluss eine ordnungsgemäße Risikoprüfung vornehmen, damit von vornherein klare Verhältnisse über die Police bestehen. Jedenfalls kann dies keinesfalls auf die Zeit nach Eintritt des Versicherungsfalles verschoben werden.

Entgegen der Auffassung des beklagten Versicherers gelte dies auch für den Direktversicherer. Denn es sei allein dessen Angelegenheit, wie er sich organisiert und seine Strukturen hinsichtlich des Vertriebs gestaltet. Von der Pflicht zur sorgfältigen Risikoprüfung kann er sich durch organisatorische Maßnahmen nicht entbinden. Unterlässt der Versicherer eine ihm nach diesen Grundsätzen obliegende Rückfrage und sieht er von einer ordnungsgemäßen Risikoprüfung ab, so kann er nicht wegen Unvollständigkeit der Angaben des Kunden wirksam vom Versicherungsvertrag zurücktreten. Der Versicherer ist voll im Risiko...

 
(cdg)
map-fax 01/11
 

Stimmungsbild der Finanzdienstleistungsbranche zeigt sich deutlich aufgehellt
Das Stimmungsbarometer in der Vorsorgebranche steigt weiter. Freie Vermittler, Versicherer und Fondsanbieter beurteilen in der aktuellen Jahres-Trendumfrage der Fachzeitschrift für Finanzdienstleistung KURS die Aussichten für 2011 deutlich besser als noch vor Jahresfrist. Das gilt sowohl für die wirtschaftliche Situation als auch für die geschäftlichen Perspektiven.
 

Die deutschen Versicherer erwarten auch in diesem Jahr einen außerordentlichen Beitragsanstieg. Infolge erneut hoher Einmalbeiträge in der Lebensversicherung geht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) von einem Zuwachs von 4,7 Prozent aus. Das würde einem Gesamtbeitrag von 180 Mrd. Euro entsprechen. Damit nehmen die Beitragseinnahmen bereits das zweite Mal infolge der hohen Einmalbeiträge zu.

Mit Wirkung zum 18. November 2010 wird der Kompetenzbereich des Versicherungsombudsmanns wesentlich vergrößert. Die Höhe, bis zu der Versicherungskunden ihre Anliegen vom Ombudsmann prüfen lassen können, beträgt nun 100.000 Euro (bisher 80.000 Euro). Der Wert, bis zu dem Versicherungsunternehmen Entscheidungen des Ombudsmanns umsetzen müssen, wurde verdoppelt auf nunmehr 10.000 Euro. Dies haben die maßgeblichen Gremien der Schlichtungsstelle, die Mitgliederversammlung sowie der Beirat, dem u. a. Vertreter von Verbraucherorganisationen, der Versicherungsaufsicht sowie der Bundestagsfraktionen angehören, durch Änderung der Verfahrensordnung (VomVO) beschlossen.

Die starke Bindung zu ihren Kunden bewährt sich auch im Aufschwung als sichere Konstante für die gebundenen Versicherungsvermittler. Das ist die zentrale Erkenntnis der Studie „Erfolgsfaktoren im Ausschließlichkeitsvertrieb 2010“, die IBM zusammen mit der YouGovPsychonomics AG und psychonomics advisory erstellt hat. Für die achte Ausgabe der jährlichen Studie wurden Ausschließlichkeitsvermittler von 30 großen deutschen Versicherungsunternehmen zu ausgewählten Trends in der Branche befragt. Die Studie ist die größte vergleichende Vertreterbefragung im Versicherungssektor.
 

Wenn Assekuranzkunden mit einem Anliegen aus dem Bereich Schadensfallregulierung an ihren Versicherer herantreten, halten diese ein sehr hohes Maß an Servicequalität für eine Selbstverständlichkeit. Dementsprechend wenig Grund gibt es für Versicherer, sich im Glanz der bereits erreichten Servicequalität zu sonnen. Versicherungsunternehmen sollten aber die Herausforderung annehmen, sich durch Service im Wettbewerbsumfeld abzusetzen. Und diese Möglichkeit besteht: Wird proaktiv Hilfe angeboten, die über die bloße Regulierung des eigentlichen Schadensfalls hinausgeht, wird dies auf Kundenseite mit Begeisterung aufgenommen und zahlt positiv auf die Kundenbindung ein. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen Studie "Servicebarometer Assekuranz 2010" des Marktforschungsinstituts YouGovPsychonomics. Im Rahmen der Studie wurden 8.000 Privatkunden über das gesamte Kalenderjahr 2009 telefonisch zur Servicequalität ihres Versicherers befragt. 

Im ersten Halbjahr 2010 waren die Schaden- und Unfallversicherer durch gleich mehrere Großereignisse gefordert: der strenge, lange Winter der ersten drei Monate dieses Jahres, die Stürme „Xynthia“ und „Daisy“ sowie Tornados in Brandenburg und Sachsen. Das Oder-Hochwasser im Mai hingegen ging in Deutschland weitgehend glimpflich aus und wird die Schadenbilanz der Kompositversicherer nicht nennenswert beeinträchtigen.

Der Versicherungsombudsmann Prof. Dr. Günter Hirsch stellte am 1. Juni 2010 in Berlin seinen Jahresbericht 2009 vor. Mit 479 (Vorjahr 461) Eingaben gegen Versicherungsvermittler blieb die Anzahl der Beschwerden mit unter 3 % in etwa konstant.

Makler spielen für die Assekuranz beim Zugang zu Gutverdienern eine wichtige Rolle: Fast jeder fünfte Versicherungsabschluss (18%) kommt in dieser attraktiven Zielgruppe auf Initiative des Maklervertriebs zustande, bei den Kunden mit geringerem Einkommen ist dies nur jeder zwanzigste (5%). Überdurchschnittlich erfolgreich sind bei den gehobenen Privatkunden auch die Vertriebskanäle Banken, schriftlicher Direktvertrieb und das Internet. Königsweg ist jedoch der beratungsstarke persönliche Vermittler.

Die Häufigkeit von Schadenfällen stärkt das Kundenvertrauen in Versicherungen. Denn aufgeschlüsselt nach Sparten geben die Versicherten ausgerechnet den Policen die besten Noten, die am häufigsten bei Schadenfällen in Anspruch genommen werden.
 
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