DruckversionDruckversion

Der Versicherungsombudsmann Prof. Dr. Günter Hirsch stellte am 1. Juni 2010 in Berlin seinen Jahresbericht 2009 vor. Mit 479 (Vorjahr 461) Eingaben gegen Versicherungsvermittler blieb die Anzahl der Beschwerden mit unter 3 % in etwa konstant.

Die Gesamtzahl der in 2009 eingegangenen Beschwerden sank gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % (auf 18.145). Dies ist vorrangig auf weniger Eingaben in der Lebens- und Rentenversicherung zurückzuführen, die mehr als 7 % unter denen des Vorjahres lagen. Der Grund dafür dürfte in der inzwischen besseren Informationslage der Versicherungsnehmer über die Beteiligung an den Überschüssen und stillen Reserven zu sehen sein. Noch im Jahr 2008 gaben diesbezügliche Fehlvorstellungen Anlass zu vielen Beschwerden. Nach wie vor betrafen die meisten Eingaben die Lebens- und Rentenversicherung (36,3 %), gefolgt von der Rechtsschutzversicherung (13,4 %) und der Kfz-Versicherung (10,3 %).

Angesichts der immer noch nicht überwundenen Finanzmarktkrise ist hervorzuheben, dass sich dieses Thema auch im Jahr 2009 nicht signifikant auf das Beschwerdeaufkommen ausgewirkt hat.

Verstärkt waren in der Praxis des Ombudsmanns Anwendungs- und Auslegungsfragen zu klären, die das zum 1. Januar 2008 reformierte Versicherungsvertragsgesetz (VVG) aufwirft.