Der Spiegel hat in Heft 28/06 eine sehr lesenswerte Geschichte über den Niedergang der amerikanischen Automobilindustrie. Als Gründe werden angeführt: Man hat das Aufkommen von Konkurrenz ignoriert. Die Konkurrenz habe die Produkte angeboten, die die Kunden haben wollten und bezahlen konnten. Während bei der erfolgreicheren Konkurrenz Techniker oder Vertriebsleute das Sagen hatten, hätten an der Spitze der Verlierer nur Finanzmanager mit Quartalsdenken gestanden. Wenn ein neues Modell drei Jahre bis in die Gewinnzone braucht, muss es also zwölf Quartalsberichte überstehen. Das wollten sich die Verlierer nicht leisten. Statt dessen haben sie Firmen am laufenden Band gekauft. Merkwürdig, wie diese Geschichte doch an die deutsche Versicherungswirtschaft erinnert. Sind General Motors, Ford und Chrysler die Vorbilder?
Trotz der aktuellen Debatte um eine Ausweitung des gesetzlichen Invaliditätsschutzes bleibt die private Versicherung gegen Berufsunfähigkeit (BU) die wichtigste Risikovorsorge. Doch bei der Qualität liegen Welten zwischen den Angeboten am Markt, so der Versicherungsombudsmann und frühere BGH-Richter Wolfgang Römer im Wirtschaftsmagazin Capital (Ausgabe 5/2006, EVT 16. Februar).