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Es ist die Zeit der Bilanzpressekonferenzen in der Assekuranz. Aufgeregt starren Vorstände auf den Termin, an dem sie wieder zeigen wollen, welch tolle Hechte sie sind. Auch wenn ihnen scharenweise die Kunden davonlaufen und Angebote längst nicht mehr konkurrenzfähig sind. Deshalb ersparen wir Ihnen die Berichterstattung über viele dieser inhaltsleeren Showveranstaltungen. Doch in der vergangenen Woche haben selbst wir aufgemerkt. Da meldet ein privater Krankenversicherer, vom Neugeschäft der ganzen Branche sei fast 60 % bei ihm gelandet.

Vielleicht hätten wir doch nach Koblenz fahren sollen. Denn die Debeka hat wirklich Erstaunliches zu berichten. Sie habe mit zwei Millionen Kunden in der Krankenvollversicherung inzwischen mehr Versicherte als die Verfolger DKV und Allianz zusammen. In der 2005 arg gebeutelten Lebensversicherung meldet der Gegenseitigkeitsverein eine Steigerung der Beitragseinnahmen um satte 12,5 %, während die Branche weniger als die Hälfte verzeichnet.

Ergebnis: In der Hitparade der größten deutschen Lebensversicherer hat die Debeka inzwischen Victoria und Volksfürsorge hinter sich gelassen und sich auf Rang sechs vorgearbeitet. Und der Schadenversicherer legte 7,4 % Beitrag zu, während die Branche 0,2 % verlor. Insgesamt sind 9,2 Mrd. € in die Koblenzer Kassen gekommen. Ein tolles Ergebnis. Gigantisches Wachstum ohne Fusionen. Ohne Börsennotierung und große Sprüche. Nur mit Leistung. Fünf Höchstratings bei map-report sprechen eine deutliche Sprache. Es ist sehr beruhigend, dass sich Leistung für Debeka, HUKCoburg, DEVK & Co doch lohnt und Versuche, über Finanzkennzahlen den Leistungswettbewerb aufzuheben, offensichtlich grandios scheitern...
(map-fax 21/06)