Noch haben nicht alle Lebensversicherer die ausgefüllten Fragebögen zur Deklarationsumfrage zurückgeschickt. Aber eine Schätzung für die durchschnittliche Deklaration 2012 der Branche können wir inzwischen durchaus wagen: Es werden wohl 3,93 % werden nach 4,08 % im Vorjahr.
LV-Doktor hat am 21. Dezember 2011 neun Sammelklagen gegen große Lebensversicherer gerichtsanhängig gemacht. Das Ziel ist die komplette Rückabwicklung der Lebens- und Rentenversicherungsverträge mit einem Gesamtvolumen von rund zwei Millionen Euro.
 
Eine gern gestellte Frage zur Staatsschuldenkrise im privaten Gespräch lautet derzeit: „Wohin soll das alles noch führen?“ Die Antwort kann eigentlich nur eine Gegenfrage sein: „Wollen wir das wirklich wissen?“ Die Beispiele des schier Unfassbaren häufen sich. Während die heftig gescholtenen Griechen ernsthaft erwägen, Beamte zu entlassen und damit zu sparen, machen unsere Finanzminister das Gegenteil: Das Weihnachtsgeld für Beamte wird von 30 auf 60 % eines Monatsgehalts erhöht. Weil es den Haushalten ja so gut geht. Sparen? Schuldenabbau? Warum denn?
„Denkbar ist hier das Erstellen einer Positivliste mit einigen wenigen empfohlenen, vergleichsweise rentablen kostengünstigen und zugleich sicheren Produkten“ – so lautet die durchaus richtige Empfehlung am Ende der Studie „Zehn Jahre Riester-Rente: kein Grund zum Feiern“.
Viele Familien in Deutschland sind für den Todesfall des Hauptverdieners schlecht abgesichert: Jeder fünfte deutsche Familienvorstand verzichtet komplett auf die Absicherung seiner Angehörigen durch den Abschluss einer entsprechenden Versicherung. Allein dadurch entsteht eine Absicherungslücke in der Bundesrepublik von hochgerechnet rund 235 Milliarden Euro. Aber selbst die Familien, die über eine entsprechende Police verfügen, haben mit im Schnitt rund 2,4 abgesicherten Bruttojahresgehältern einen zu geringen Risikoschutz. Das ergab eine repräsentative forsa-Befragung im Auftrag von Asstel, Direktversicherer der Gothaer, unter 1.022 deutschen Haushaltsvorständen mit mindestens einem Kind im Haushalt.
Der Blick ist staatstragend. Der Werber strahlt die Bedeutung eines Oberstudienrates aus: „Ich habe mir gerade 2 % gesichert. Fest für ein Jahr“, heißt es im Werbespot der Deutschen Bank.

In einen Urteil vom 18.8.2011 erklärte das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart (Az. 2 U 138/10) Vertragsklauseln der Allianz Lebensversicherung AG für unwirksam. Das OLG Stuttgart schloss sich damit einem bereits ergangenem Urteil des Landgerichts von 2010 an. Insbesondere beanstandete das OLG die fehlende Transparenz der Vertragsklausel der Allianz-Lebensversicherungen, falls diese vorzeitig gekündigt werden. Dem vorausgegangen war eine Klage der Verbraucherzentrale Hamburg zum Rückkaufwert, zur Beitragsfreistellung und zum Stornoabzug in den Lebens- und Rentenversicherungsverträgen der Allianz. Die Verbraucherzentrale kritisierte, dass der Versicherer seinen Kunden, die vom 1. Juli 2001 bis Ende 2007 Lebensversicherungen aufgelöst hätten, zu geringe Rückkaufswerte berechnet hatte.

Eigentlich ist Deutschland ein wirtschaftsstarkes Land. Nach den USA, Japan und China sind wir weltwirtschaftlich die Nr. 4, gemessen am Bruttoinlandsprodukt BIP. Wer aber die aktuelle Sigma-Studie von Swissre durchsieht, findet erbärmliche Ergebnisse (siehe Doku).
 

Die deutschen Lebensversicherer konnten auch 2010 ihre Beitragseinnahmen deutlich gegenüber dem Vorjahr steigern. Mit 90,4 Milliarden Euro stiegen die Brutto-Beiträge um 6 Prozent (Vorjahr: 85,2 Milliarden Euro). Dies geht aus der neuen Broschüre „Die deutsche Lebensversicherung in Zahlen“ des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor, die heute (4.7.2011) in Berlin veröffentlicht wurde.

Das Neugeschäft mit fondsgebundenen Lebensversicherung in Deutschland war 2010 im dritten Jahr in Folge rückläufig, schreibt die Unternehmensberatung Towers Watson in ihrem 17. FLV-Update. Der Anteil der Fondspolicen am gesamten Neugeschäft der Branche ging auf APE-Basis (= laufende Beiträge plus 1/10 der Einmalbeiträge) um volle vier Prozentpunkte auf 16 Prozent zurück.
Während die deutsche Wirtschaft boomt und Arbeitskräfte allmählich in allen Bereichen knapp werden, hängen die Lebensversicherer noch im Rendite-Tief, das die Finanzkrise ausgelöst hat. Das Bundesfinanzministerium hat deshalb entschieden, dass Versicherer ab 1.1.12 den garantierten Rechnungszins auf Lebensversicherungsleistungen - dazu gehören auch die bAV-Verträge - auf den historischen Tiefstand von 1,75 Prozent senken müssen. Der Garantiezins, der noch vor zehn Jahren bei 4 Prozent lag, bestimmt die Ablaufleistung der bAV-Verträge im "ungünstigsten Fall", d. h. wenn die Versicherungsgesellschaft keinerlei Überschussanteile erwirtschaftet hat.
Während vielerorts das Totenglöckchen der Lebensversicherung geläutet wird, hat die Assekuranz dieses Jahr Gelegenheit, sich auf den Osterhasen zu freuen. EZB-Chef Trichet hat deutlich verkündet, dass von seinem Haus eine Zinswende zu erwarten ist. Und das wohl noch, bevor Meister Lampe seine Eier färbt.
 
Die Qualität der Versicherungs- und Bankprodukte ist verbunden mit der Finanzkraft des Anbieters. Während wir bis vor kurzem kaum Unterschiede in der Substanzkraft von Versicherern verzeichnen konnten, gibt es heute gravierende Unterschiede. Die Netto-Renditen der Lebensversicherer sind wegen niedriger Zinsen und der Kapitalmarktkrise deutlich gesunken. Sechs Lebensversicherer haben bereits das Neugeschäft eingestellt oder beabsichtigen die Einstellung. "Wir werden eine Welle von Neugeschäftsschließungen und den damit verbundenen Run-Off der Lebensversicherer in den nächsten zwei Jahren sehen", so die Prognose von Dr. Marco Metzler, Lebensversicherungsexperte und Fachbeirat des DFSI Deutsches Finanz-Service Institut.
Die verantwortungslose Verschuldungsorgie des Staates hat die Vorsorgesparer viel Geld gekostet, denn die Notenbanken haben mit ihrer Geldmengen– und Zinspolitik die Verschwendung erst ermöglicht. In der Folge konnten von den Versicherern am Zinsmarkt nicht die nötigen Erträge erwirtschaftet werden, um den Versicherten auskömmliche Zinsen zahlen zu können. Seit etwa 2001 gehen die Überschussbeteiligungen stetig zurück, mehr als die Hälfte ihrer Zinsgewinne haben die Verbraucher durch den Politwahnsinn inzwischen verloren. Dazu kommt der Imageverlust.
 
Der Trend zu Fondspolicen mit Garantien ist ungebrochen, wenngleich dieser sich im Vergleich zum Vorjahr etwas abschwächt. 79 Prozent der Finanzdienstleister beobachten auch in diesem Jahr eine hohe Kundennachfrage nach Fondspolicen mit Ablaufgarantien (Vorjahr: 85 Prozent). Das zeigt die Maklertrendstudie 2010/2011, die im Auftrag der maklermanagement.ag unter 300 Maklern von Towers Watson durchgeführt wurde.

Die Wiener Finanzmarktaufsicht (FMA), das österreichische Gegenstück zur deutschen BaFin, hat für die österreichischen Lebensversicherer für das Neugeschäft ab 1. Januar 2011 die garantiertem Zinssätze für die Kalkulation gesenkt, und zwar für die klassischen Lebensversicherungsprodukte auf nun 2 Prozent, für besondere österreichische Förderprodukte mit mindestens 30 Prozent Aktienanteil auf 1,75 Prozent.
Die Lebensversicherung steckt in der Krise. Allein in den vergangenen fünf Jahren schrumpfte der Bestand an Hauptversicherungen laut GDV um rund 3,4 Millionen Verträge. Diese Entwicklung trifft nicht nur die Versicherungen selbst, sondern vor allem auch den Vertrieb. Bei Agenturen, die lediglich die Produkte einer Versicherung im Angebot haben, stammen im Schnitt 30 bis 40 Prozent der Provisionseinnahmen aus der Vermittlung von Lebensversicherungen. Gelingt es den Ausschließlichkeitsagenturen nicht, alternative Zusatzeinnahmen zu erschließen, ist jede dritte in ihrer Existenz bedroht, so eine aktuelle Markteinschätzung von Steria Mummert Consulting.
Die Finanzmarktkrise hat viele Menschen verunsichert. Die Ängste um das Ersparte erstrecken sich auch auf die Versorgung im Alter. Viele fragen sich, was das Alter bringen wird, zumal die staatlichen Sicherungssysteme weniger leisten und die kapitalgedeckte Altersvorsorge spätere Versorgungslücken schließen soll.
Der unter anderem für das Versicherungsrecht zuständige IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass Ansprüche auf eine Rückvergütung nach Beendigung eines Lebensversicherungsvertrages durch Kündigung spätestens fünf Jahre nach Ablauf des Jahres verjähren, in dem der Versicherer den Vertrag abgerechnet hat. Dies gilt auch dann, wenn dieser Zeitpunkt vor Veröffentlichung der Senatsurteile vom 12. Oktober 2005 (BGHZ 164, 297 u. a.) lag.
Quelle: 
Pressemeldung des GDV vom 01.07.2010
Die deutschen Lebensversicherer konnten auch 2009 ihre Beitragseinnahmen deutlich gegenüber dem Vorjahr steigern. Mit 85,3 Milliarden Euro stiegen die Brutto-Beiträge um 7,1 Prozent (Vorjahr: 79,6 Milliarden Euro).

Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, haben 38 Lebensversicherungsunternehmen am 4.11.2009 gemeinsam die Versorgungsausgleichskasse (VAUSK) gegründet. Die VAUSK ist eine neue kapitalgedeckte Auffanglösung für Ausgleichsansprüche auf Rentenleistungen aus einer betrieblichen Altersvorsorge. Mit der Gründung der VAUSK erfüllen die Lebensversicherer einen Auftrag des Gesetzgebers aus dem neuen Versorgungsausgleichsrecht, das am 1. September 2009 in Kraft getreten ist. Die VAUSK ist eine Pensionskasse in der Rechtsform eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit (VVaG).

Studie: Kundenmonitor Assekuranz 2009 - Schwerpunktthema „Zukunft der Lebensversicherung“

Die Finanzkrise hat das Vertrauen der Bundesbürger in ihre finanzielle Absicherung im Alter geschwächt: Aktuell sehen nur noch 43 Prozent der 18- bis 59-Jährigen ihre Vorsorgesituation als ausreichend an; vor dem Ausbruch der Finanzkrise im vergangenen Jahr waren dies noch 48 Prozent. Gleichzeitig steigt die generelle Altersvorsorgebereitschaft in der Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Dies zeigt der aktuelle „Kundenmonitor Assekuranz 2009“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov Psychonomics AG zum Schwerpunktthema „Zukunft der Lebensversicherung“.

Rentenversicherungen werden von den Lebensversicherern angepriesen wie sauer Bier. Die durchschnittlich versicherte monatliche Rentenhöhe ist von 2007 nach 2008 jedoch nur um 2,26 % von 224 auf 231 € angestiegen. Dazu mag auch der niedrige Durchschnitt bei Riester- Renten beitragen; das zeigen auch die Veränderungen in den versicherten Beständen. Doch nur gut ein Dutzend Lebensversicherer weisen durchschnittliche versicherte Monatsrenten auf, die deutlich mehr als das Doppelte des Durchschnittsbetrags ausmachen und damit mindest hinreichende Zusatzversorgung bedeuten (siehe Doku).

Probleme beim Gebrauchtkauf kennt mancher Autokäufer. Und wie steht es mit Garantien? Nicht selten wird dort dann eine Kraftfahrzeuggarantieversicherung eingesetzt. Doch beim Handel mit gebrauchten Lebensversicherungspolicen gibt es keine solche Garantieversicherung.

Das 17. „m-rating Deutscher Lebensversicherer“ des map-reports Nr. 717-718 für Unternehmen mit wenigstens 30-jähriger Marktpräsenz macht eines deutlich: Die Elite der Lebensversicherer bleibt trotz aller Wirren an den Finanzmärkten Spitze.

Die deutschen Lebensversicherer haben im ersten Halbjahr 2009 trotz der Wirtschaftskrise ihre Beitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent gesteigert. Das ergaben aktuelle Berechnungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV).

Die Lebensversicherungen behaupteten sich in 2008. Ihr Kapitalanlagenbestand wuchs bis zum Jahresende mit einem Plus von 0,9 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 701,2 Milliarden Euro an. Dies gab Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) heute (14.7.2009) bekannt. Trotz der Rückschläge an den Börsen konnten die Versicherer auch 2008 Nettoerträge aus ihren Kapitalanlagen erwirtschaften und eine positive Verzinsung für ihre Kunden erzielen.

Finanzmarktkrise und die niedrigen Zinsen auf den Geld- und Kapitalmärkten gehen an den deutschen Lebensversicherern offensichtlich ohne größere schädliche Nebenwirkungen vorbei. Das zeigen die Überlegungen der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. zum zulässigen Höchstrechnungszins. Er soll 2010 da bleiben, wo er seit Anfang 2007 gründelt: bei 2,25 Prozent im Jahr. Im Schnitt der vergangenen Jahrzehnte lag er bei 3 Prozent.

Nach den Bestandsdaten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) haben die Bundesbürger über 91,1 Millionen Verträge mit Lebensversicherungsunternehmen abgeschlossen. Über ihre Lebensversicherer gingen im vergangenen Jahr 4.107 Beschwerden bei der Versicherungsaufsicht ein. Beschwerdeanfällig waren also nur 0,00451 % der Verträge.

Unsere Veröffentlichungen zu Ablaufleistungen und Beispielrechnungen hatten eine gewaltige Medienresonanz. Im Beitrag der Bild-Zeitung lesen wir erstaunt ein Zitat von Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des Bundes der Versicherten: „Wer auf Nummer sicher gehen will, ist mit einer Kapital-Lebensversicherung gut beraten.“

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