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Die Lebensversicherungen behaupteten sich in 2008. Ihr Kapitalanlagenbestand wuchs bis zum Jahresende mit einem Plus von 0,9 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 701,2 Milliarden Euro an. Dies gab Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) heute (14.7.2009) bekannt. Trotz der Rückschläge an den Börsen konnten die Versicherer auch 2008 Nettoerträge aus ihren Kapitalanlagen erwirtschaften und eine positive Verzinsung für ihre Kunden erzielen.

Dass die Bundesbürger das Thema „Altersvorsorge“ nach wie vor ernst nehmen, zeigt sich in der Struktur der Verträge: Der Trend zu Lebensversicherungen mit rentenförmiger Auszahlung ist ungebrochen. Rentenversicherungen hielten einen Anteil von 56 Prozent am gesamten Neuzugang. Der Anteil der früher dominierenden Kapitalversicherungen liegt hingegen nur noch bei 16 Prozent. Auf die Risikoversicherungen entfielen 28 Prozent des Neuzugangs. Das wachsende Gewicht der Rentenversicherungen zeigt sich auch im Gesamtbestand der Lebensversicherungen: Er stieg auf über 29 Millionen Verträge zum Jahresende 2007. Pensionskassen und -fonds steuern weitere 3,5 Millionen Verträge bei.

Dennoch kann sich auch die Versicherungswirtschaft den Auswirkungen der Finanzmarktkrise nicht entziehen: Verbraucher sorgen sich über die weitere Konjunkturentwicklung und die eigene wirtschaftliche Situation. Verständlicherweise fällt es dann schwerer, langfristige Verpflichtungen einzugehen, wie sie etwa für den Aufbau einer Altersvorsorge typisch sind. Demnach blieb das Neugeschäft 2008 – gemessen an der Anzahl – hinter dem Vorjahr zurück. Gleichzeitig zeigt sich, dass derjenige, der jetzt eine Lebensversicherung neu abschließt, auch bereit ist, höhere Beiträge aufzubringen.