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Das 17. „m-rating Deutscher Lebensversicherer“ des map-reports Nr. 717-718 für Unternehmen mit wenigstens 30-jähriger Marktpräsenz macht eines deutlich: Die Elite der Lebensversicherer bleibt trotz aller Wirren an den Finanzmärkten Spitze. Auch die Neulinge, die noch nicht so lange auf dem Markt sind, weisen kaum größere Schwankungen auf. Das zeigt das 17. „p-rating“ des map-reports Nr. 719-720.
 
Die relative Stabilität bei den Ergebnissen für die Lebensversicherer sei kein Zufall, meint Manfred Poweleit, der Herausgeber des map-reports. Denn deren Altersvorsorgeprodukte liefen häufig 25 Jahre oder länger. In dieser Zeit könnten kurzfristige Marktturbulenzen geglättet werden. Lebensversicherung sei halt ein Produkt, auf das man sich auch in turbulenten Zeiten verlassen kann. Die langfristige Zuverlässigkeit mache das Produkt aber auch etwas langweilig. „Reich wird man mit Lebensversicherungen nicht. Aber man verliert auch kein Geld, wenn man seinen Vertrag durchhält“, so Poweleit weiter. Das Kribbeln, das Anleger bei Aktien und aktiennahen Produkten kennen, wenn die Kurse innerhalb weniger Wochen um 40 Prozent oder mehr einbrechen, auf das müsse ein Lebensversicherter verzichten.
 
Auch wenn der map-report bei vielen Kennzahlen mit einem Mittelwert der vergangenen zwölf Jahre arbeitet, fallen die Änderungen bei weitem nicht so spektakulär aus wie bei Aktien. Die Nettorendite der Kapitalanlagen der Lebensversicherer – ohne Berücksichtigung stiller Lasten – ist im Vergleich zum Vorjahresrating von 5,88 auf 5,57 Prozent im zwölfjährigen Mittelwert zurückgegangen. Die Zuführung zum Gewinntopf der Versicherten, also zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB), verringerte sich leicht von 20,92 auf 19,05 Prozent der Beitragseinnahmen. Die Verwaltungskostenquote hat sich von 3,39 auf 3,29 Prozent verbessert, die Abschlusskostenquote von 5,30 auf 5,12 Prozent. Auch die Stornoquote gekündigter Policen hat ging von 4,95 auf 4,91 Prozent zurück. Lediglich die Solvabilitätsquote ist von 217,5 auf 175,45 Prozent eingebrochen.
 
Die besten alten Hasen wie gewohnt
So stehen wie schon im 16. „m-rating“ des Vorjahres auch im 17. „m-rating“ acht Lebensversicherer „für langjährige hervorragende Leistungen“ mit einem „mmm“ auf dem Siegertreppchen. Nur in der Rangfolge haben sich geringe Veränderungen ergeben. Und der Volkswohlbund Lebensversicherung a.G, der im vergangenen Jahr nur knapp den Aufstiegt geschafft hat, ist jetzt wieder in der zweiten Liga gelandet. Neu in die erste Liga aufgestiegen ist die Europa Lebensversicherung. Auf Platz 1 – geradezu fest verwurzelt – steht unverändert der Debeka Lebensversicherungsverein. So sieht die neue Siegerliste insgesamt aus:
  •           Debeka Lebensversicherungsverein a.G.
  •           ASSTEL Lebensversicherung AG
  •           DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Lebensversicherungsverein a.G.
  •           EUROPA Lebensversicherung AG
  •           HUK-Coburg-Leben
  •           Cosmos Lebensversicherungs-AG
  •           R+V Lebensversicherung
  •           Allianz Lebensversicherungs-AG 
Um drei „m“ zu erhalten, sind wenigstens 70 der insgesamt 100 erreichbaren Punkte nötig. Für Bilanzkennzahlen wie die Nettorendite, die der Versicherer mit seinen Kapitalanlagen erzielt, die RfB-Quote, geringe Verwaltungs- und Abschlusskosten und die Solvabilität der Testkandidaten gibt es im m-Rating 43, im p-Rating 44 Punkte. Mit einem geringen Bestands- und Frühstorno, vielen Berufsunfähigkeitsrenten, aber wenigen Kundenbeschwerden und Prozessen sind als Servicekennzahlen in beiden Ratings weitere 24 Punkte zu holen. Gute Versicherungsleistungen bei Kapitallebensversicherungen und Rentenpolicen, die als Vertragskennzahlen gewertet werden, erbringen im m-Rating 33, im p-Rating 32 Punkte.
 
Auch die „Sehr Guten“ bleiben unter sich
Für insgesamt 60 bis 69 Punkte vergibt der map-report zwei „m“. Diese stehen für „langjährig sehr gute Leistungen“. Und auch hier zeigt sich eine große Stabilität. Die meisten guten Anbieter des Vorjahres haben auch im laufenden Jahr wieder eine Silbermedaille bekommen. Lediglich die Provinzial Rheinland Lebensversicherung und die Karlsruher Lebensversicherung, Silbermedaillen-Gewinner des 16. m-Ratings, haben dieses Jahr die erforderliche Punktezahl knapp verfehlt und sind in die dritte Ratingklasse für langjährige gute Leistungen abgerutscht. Wieder aufgestiegen ist dagegen DEVK Allgemeine Lebensversicherung. Die zehn Sieger in der zweithöchsten Ratingklasse „mm“ sind:
  •           LVM Lebensversicherungs-AG
  •           Hannoversche Lebensversicherung AG
  •           neue leben Lebensversicherung AG
  •           Süddeutsche Lebensversicherung a.G.
  •           VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G.
  •           Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig
  •           Stuttgarter Lebensversicherung a.G.
  •           Provinzial Lebensversicherung Hannover
  •           DEVK Allgemeine Lebensversicherungs-AG
  •           Lebensversicherung von 1871 a.G.
 
Für langjährig gute Leistungen wurden im laufenden Jahr 15 – im Jahr zuvor zwölf – Lebensversicherer mit einem „m“ ausgezeichnet. Darunter sind ein paar Absteiger aus den beiden oberen Ligen, aber auch Unternehmen, die von internationalen Ratingagenturen etwas schwächer bewertet werden. Hier zeigt sich auch, dass jedes Rating letztlich eine Meinungsäußerung darstellt, die auf unterschiedlichen Fakten basiert. Langjährig gute Leistungen fand der map-report bei folgenden Versicherern:
  •           Öffentliche Lebensversicherungsanstalt Oldenburg
  •           Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG
  •           Bayern-Versicherung Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  •           Provinzial NordWest Lebensversicherung AG
  •           CONDOR Lebensversicherungs-AG
  •           Generali Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  •           Karlsruher Lebensversicherung AG
  •           Swiss Life
  •           Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit
  •           Basler Lebens-Versicherungs-Gesellschaft, Direktion für Deutschland
  •           SV SPARKASSENVERSICHERUNG Lebensversicherung AG
  •           Mecklenburgische Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  •           WWK Lebensversicherung a.G.
  •           Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG
  •           Württembergische Lebensversicherung AG 
Sieger in der Juniorenliga
Insgesamt nur sechs jüngere Lebensversicherer wurden dieses Jahr vom map-report ausgezeichnet. Weitere sechs aber hätten ein p-Rating bekommen können, erklärt Poweleit. Wegen fehlender Daten konnten sie aber nicht bewertet werden. Doch auf den Spitzenplätzen zeigt sich in der Juniorenliga des map-reports kaum weniger Konstanz als bei den alten Hasen der Branche. Ganz oben rangiert auch im 17. p-Rating für Lebensversicherer, die noch keine 30 Jahre auf dem Markt vertreten sind, mit der Note „ppp für hervorragende Leistungen“ die WGV Schwäbische Lebensversicherung. Im Vorjahresrating stand auf diesem Siegertreppchen auch noch die Europa Lebensversicherung, die aber dieses Mal in gleicher Position bei den alten Hasen auftaucht.
 
Für „sehr gute Leistungen“ mit „pp“ ausgezeichnet wurde unverändert im Vergleich zum Vorjahresrating die Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung AG. Hinzugekommen ist die KarstadtQuelle Lebensversicherung, ausgeschieden dagegen die Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung. „Gute Leistungen im Kurzfrist-Test“, was einem „p“ entspricht, fanden die map-Rater dieses Jahr bei drei Lebensversicherern vor. Die Öffentliche Lebensversicherung Sachsen-Anhalt und CiV Lebensversicherung waren schon im Vorjahresrating gut. Aufgestiegen ist dagegen wieder die PBV Lebensversicherung.
 
Sowohl das „m-rating“ deutscher Lebensversicherer (map-report Nr. 717-718) als auch das „p-rating“ (map-report Nr. 719-720) sind als gedrucktes Heft beim Verlag Manfred Poweleit per Fax 04139/7019 oder per E-Mail (info@map-report.com) für jeweils für 75,00 Euro zu beziehen. Die PDF-Dateien kosten 65,00 Euro.
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