Frauen leben statistisch gesehen länger. Deshalb mussten sie bisher auch höhere Beiträge für Ihre Riester-Rentenversicherung bezahlen, wenn sie im Alter eine ebenso hohe Rente bekommen wollten wie Männer. Damit ist ab 2006 Schluss, dann gelten nämlich die so genannten Unisex-Tarife - Frauen und Männer werden gleich behandelt, egal wie hoch die geschlechtsspezifische Lebenserwartung ist. 80 Prozent der Deutschen finden diese Regelung gerecht - auch die Männer, obwohl deren Beiträge dadurch steigen werden.
Dieses überraschende Ergebnis kam bei einer Repräsentativbefragung der DBV-Winterthur in Zusammenarbeit mit TNS Infratest unter 1000 Bundesbürgern heraus.
Auch wenn erwartungsgemäß mehr Männer als Frauen, nämlich 18 Prozent, Unisex-Tarife als ungerecht empfinden, ist doch eine beeindruckende Zweidrittelmehrheit des starken Geschlechts der Ansicht, es sei richtig, dass sie den Frauen gleichgestellt werden. Bei den Frauen sagen immerhin noch 12 Prozent, dass Männer und Frauen jeweils ihrer statistischen Lebenserwartung entsprechende Beiträge zahlen sollten. Besonders bei leitenden Angestellten sowie bei Schülern und Studenten stößt der Unisex-Tarif auf wenig Gegenliebe. Je höher der Bildungsgrad als auch das Einkommen, desto eher ist man der Auffassung, es sollte ein Unterschied in den Tarifen gemacht werden.