Leipzig war eine Reise wert. Das haben die rund 350 Mitglieder erfahren, die an der diesjährigen Jahreshauptversammlung des BVK teilgenommen haben. Die Mitgliederversammlung und die Fachtagung gaben einen tiefen Einblick in die Arbeit des Verbandes und die auf ihn zukommenden Aufgaben.

Am 29. Mai 2008 begrüßte BVK-Präsident Michael H. Heinz die Mitglieder und die Delegierten der Bezirksverbände, die stellvertretend für die 11.000 Mitglieder des BVK nach Leipzig gekommen waren. Eine Bilanz des vor einem Jahr in Kraft getretenen neuen deutschen Vermittlergesetzes, die Auswirkungen der VVG-Reform auf die Vermittler mit dem Wegfall des Policenmodells, der Verkürzung der Kündigungsfristen und der Verteilung der Abschluss- und Vertriebskosten auf fünf Jahre waren einige der behandelten Themen. Durch seine Aktivitäten auf politischer Ebene konnte der BVK bei der Umsetzung der EU-Vermittlerrichtlinie und der VVG-Informationspflichtenverordnung erreichen: 

  •         Keine Sonderrechte für Nebenberufler
  •         Gleiche Qualifikation
  •          Übergangsregelung
  •          Keine Offenlegung der Provisionen/Courtagen 


Das Präsidium:

Gerald Archangeli, Ulrich Zander, Thomas Billerbeck
und Michael H. Heinz (v.l.)

Scharf gegeißelt wurde die Verramschung von Versicherungen über Discounter, gegen die sich der BVK erfolgreich in den Medien zur Wehr gesetzt hat. So hat Aldi gegenüber dem BVK erklärt, dass zur Zeit der Verkauf von Versicherungen nicht geplant sei. Die nicht nur in diesem Bereich zunehmende Missachtung der Vermittlerinteressen durch die Unternehmen war auch Anlass für ein Ranking, das der BVK durchführen wird. Darin wird geprüft, mit welchen Unternehmen den Vermittlern eine Zusammenarbeit empfohlen werden kann.
 
 
Die Delegierten bestätigten Michael H. Heinz in seinem Amt als Präsident des BVK und wählten Thomas Billerbeck zum Vizepräsidenten. Sie verabschiedeten einstimmig den Leitantrag „Leipziger Erklärung“ mit dem Titel „Versicherungsvermittlung: Zwischen gesetzlichem Qualifikationsanspruch und Verramschen beim Discounter“.
 
Bei der Fachtagung am 30. Mai 2008 diskutierten hochkarätige Fachleute über „Vertrieb der Zukunft – Vom Internet bis zum Seniorenmarkt“. Teilnehmer waren Wolfgang Hanssmann, Vorstandsmitglied der AXA Konzern AG, AXA Versicherungs AG und AXA Lebensversicherung AG, Rainer M. Jacobus, Vorstandsvorsitzender der IDEAL Lebensversicherung AG und IDEAL Versicherung AG, Dietmar Schott, vertretungsberechtigte Vorstand der DSP Vermögensberatung AG, und BVK-Präsident Michael H. Heinz. Die Moderation hatte in bewährter Manier Herbert Fromme übernommen, Journalist der Financial Times Deutschland.
 
Bei der Öffentlichen Kundgebung überbrachte der Vorsitzende des Gemeinschaftsausschusses Versicherungsaußendienst Uwe Laue die Grußworte des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. BVK-Präsident Michael H. Heinz hielt eine Grundsatzrede, in der er die Forderungen des BVK an die Politik und die Versicherungsunternehmen formulierte und die Chancen der Versicherungsvermittler beleuchtete. Sein Fazit: Der gut aufgestellte Versicherungskaufmann, der flexibel und anpassungsfähig ist, hat eine hervorragende Zukunft.
 
Ausführliche Berichte über die einzelnen Veranstaltungen werden in den nächsten Ausgaben der „Versicherungsvermittlung“ folgen.