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Unfälle können für den Autofahrer trotz Versicherung teuer werden. Grund: der Schadenfreiheitsrabatt wird durch Rückstufung gekürzt. Selbst bei teuren Schäden kann es sich deshalb lohnen, auf die Versicherungsleistung zu verzichten und die Rechnung selbst zu bezahlen.

Beispiel: ein in SF 2 eingestufter Fahrer zahlt für die KFZ-Haftpflicht 1.000 Euro im Jahr. Wenn er einen Unfall verschuldet, verlangt seine Gesellschaft im Folgejahr durch die Rückstufung mehr als 1.600 Euro Beitrag. Ohne den Unfall erhielte er einen höheren Schadenfreiheitsrabatt und müsste nur noch gut 800 Euro zahlen. Damit nicht genug: Im zweiten Jahr liegt die Prämie nach Regulierung des Unfalls durch die Versicherung bei ca. 1.200 Euro, während ohne Rückstufung nur um die 700 Euro fällig wären. Erst nach mehr als 20 Versicherungsjahren erreicht der Autofahrer wieder den Rabatt, den der Versicherer ohne den Unfall schon längst gewährt hätte. Im Beispiel entstehen so Mehrkosten von insgesamt 2.700 Euro. Wie stark sich die Rückstufung im Einzelfall auswirkt, hängt von der Höhe des Beitrags und der bisher erreichten Schadenfreiheitsklasse ab. Bei Blechschäden lohnt es sich deshalb immer, sich ausrechnen ausrechnen zu lassen, bis zu welchem Betrag es lohnt, den Haftpflicht- oder Vollkaskoschaden selbst zu zahlen.
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