Im Herbst ist Hochsaison für die Vermittler von Ferienimmobilien. Denn bei Sturm und Schneeregen steigt die Lust der Bundesbürger auf ein Heim im sonnigen Süden. Wegen des gut ausgebauten Streckennetzes der Billigflieger sind die meisten Urlaubsziele für Frühbucher bereits ab 19 Euro anzusteuern. Da genießen nach Aussage eines Maklers viele das verlängerte Wochenende lieber auf der Sonnenterasse mit Meerblick als zu Hause unter der Wolldecke.
Doch das ist nicht billig. In Spanien kosten Häuser ab 160.000 Euro und Eigentumswohnungen an das Costa del Sol oder der Costa Blanca 1000 Euro pro Quadratmeter als Einstiegspreis. Und in Mallorca kosten Häuser bereits ab 190.000 Euro und der Quadratmeterpreis von Wohnungen beginnt bei 1.200 Euro. Kein Wunder, dass sich da viele von der Türkei angelockt fühlen mit Neubauapartments ab 19.000 Euro und Häusern ab 50.000 Euro. Oder von Kroatien, wo Villen am Meer ab 120.000 Euro zu haben sind.
Oft wird jedoch von Verkäufern verschwiegen, dass man sich mit einer Ferienimmobilie schnell hohe Kosten ans Bein bindet. Jährliche Betriebs- und Nebenkosten werden gerne übersehen, die schnell 10 Prozent bis 30 Prozent des Kaufpreises betragen können - je nach Ansprüchen.
Wer sich eine Ferienimmobilie zulegt, sollte deshalb auf marktkundige Spezialisten wie Bausparkaufleute, Makler, Anwälte und Notare nicht verzichten. "Das Honorar beträgt oftmals nur den Bruchteil eines eventuellen Schadens", warnen die Landesbausparkassen.
Außerdem solle man sich bei der Auswahl nicht unter Zeitdruck setzen lassen und sich genügend Zeit nehmen, um Fragen zur baurechtlichen Situation, zur Qualität der Bauausführung sowie der Vertragsabwicklung zu klären.
Oskar H. Metzger, München