DruckversionDruckversion

Laut Statistik wird alle zwei Minuten in Deutschland eingebrochen. Aktuell verzeichnet die Polizei vermehrt Fälle des so genannten Homejackings, einer besonderen Form des Diebstahls teurer Autos. Dabei brechen die Diebe nachts in Häuser und Wohnungen ein, stehlen dort gezielt Fahrzeugschlüssel und -papiere und anschließend das Auto.

Allein in Nordrhein-Westfalen wurden im letzten halben Jahr 107 solcher Fälle gezählt. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) geht hier von einer Dunkelziffer von 1.000 Fällen pro Jahr aus. Aber Autodiebe stehlen nicht nur ganze Autos. Teile von Karosserie oder Ausstattung sind immer beliebter, da sie schwerer zu identifizieren und daher leicht zu verkaufen sind. Ob Xenon-Scheinwerfer, Navigationsgeräte oder ganze Innenausstattungen. Aufgrund der serienmäßigen Einführung der elektronischen Wegfahrsperre ist die Zahl der Fälle von Autodiebstahl seit 1995 zwar rückläufig. Der Ausgleich für entwendete Fahrzeuge oder Teile verursacht den Versicherern jedoch immer noch hohe Kosten. Insgesamt entschädigten sie in der Teilkasko im vergangenen Jahr ihre Kunden mit 921 Millionen Euro.

Durch Einbruch zum teuren Pkw
Während der "typische" Wohnungseinbruch zumeist tagsüber verübt wird, schlagen "Homejacker" häufig nachts zu. Bevorzugt sind wohlhabende Wohngegenden mit freistehenden Einfamilienhäusern und Autobahnanschluss in der Nähe.Bei der Suche machen sich die Diebe eine typische Angewohnheit zunutze: Die meisten Autofahrer bewahren die Fahrzeugschlüssel in der Garderobe im Hausflur auf. Obwohl nur auf der Suche nach dem Schlüssel, sollte die Gewaltbereitschaft der Täter nicht unterschätzt werden.