DruckversionWenn draußen Sonne und Wärme locken, schwingen sich viele ohne eine private Haftpflichtversicherung aufs Fahrrad. Das kann ruinös enden, denn ein selbst verursachter Schaden, der andere zu Invaliden macht, kann in die Millionen gehen. Deshalb ist es ratsam, vorher auf jeden Fall eine Privathaftpflichtversicherung abschließen, bevor man sich zu ausgedehnten Fahrradtouren locken läss“, empfiehlt der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). Diese Versicherung kostet im Jahr meist nur einen zweistelligen Betrag und kommt auch für zahlreiche andere Schäden auf, die man unabsichtlich oder fahrlässig anderen zufügt. Sie sollte daher in keinem Haushalt fehlen.
Passionierte Biker denken aber noch weiter und versichern ihr Fahrrad gegen Diebstahl. Zu Recht: Jährlich werden bis zu einer halben Million Räder in Deutschland gestohlen. Bei hochwertigen Rädern über 1.000 Euro lohnt sich da, neben einem guten Schloss, der Abschluss einer speziellen Fahrradversicherung. Hundert bis zweihundert Euro kann solch eine umfassende Versicherung kosten. Denn zehn oder mehr Prozent des Fahrradwertes werden verlangt. Die Versicherung eines Kleinwagens, die gleich viel kosten kann, erscheint da spottbillig. Der Grund liegt in der Diebstahlrate. Denn mehr als sechsmal so viele Fahrräder wie Autos verschwinden, und beim Rad ist meist der Neuwert versichert, beim Auto dagegen nur der Marktpreis.
Über die Hausratversicherung lässt sich jedoch ein Teil dieser Ausgaben einsparen, wenn man wenige oder preiswerte Fahrräder hat. Da sind nämlich etwa zwei Prozent der Hausrat-Versicherungssumme sowieso für Entschädigungen nach Fahrraddiebstahl vorgesehen. Dies reicht oft für Entschädigungen um die 500 Euro aus. Wer mehr versichern will, zahlt Zuschläge.