Mit dem Frühling sind auch wieder die Tage der Motorradbastler gekommen. Nichts gegen Verschönerungen, aber das heimliche Schnellermachen kann mehr Geld kosten, als die Maschine wert ist, warnen die Versicherungskaufleute, denn durch Manipulationen erlischt die Betriebserlaubnis. Die Versicherung kann sich dann bis zu 5.000 Euro von der Schadenszahlung vom Verursacher zurückholen und die Entschädigung aus der Kaskoversicherung ganz streichen.
Besonders anfällig für illegale Betriebsänderungen sind nach Beobachtung der Versicherungskaufleute nicht nur die leistungsschwachen, sondern die besonders starken Maschinen. Denn wenn bei gedrosselten Motorrädern die Leistung unter 98 PS ( = 72 kW) sinkt, können Fahrer jährlich rund 300 Euro (bei 100 Prozent Beitrag) Versicherungsbeitrag einsparen. Wenn sie dies aber illegal rückgängig machen, setzen sie im Schadensfall bis zum 30-fachen aufs Spiel.
Wer unbedingt sparen möchte, für den gibt es gescheitere Tipps. So ist die private Unfallversicherung wesentlich billiger als eine spezielle Version für Kraftradfahrer und sie gilt sogar rund um die Uhr, auch beim Motorradfahren. Tipp zwei: Wer mit Saisonkennzeichen fährt, das dem Schönwetterfahrer das jährliche An- und Abmelden erspart, sollte es über mindestens sechs Monate laufen lassen (Beispiel von April bis Oktober). Dann nämlich hemmt die Winterfahrpause nicht mehr den Fortschritt beim Schadenfreiheitsrabatt.