Viele junge Erwachsene beginnen in diesen Tagen ihre Berufsausbildung oder ihr Studium. Damit fängt für sie ein neuer Lebensabschnitt mit allerlei Fragen rund ums Berufsleben, Finanzierung und Versicherungen an. Wichtig ist für die Berufseinsteiger, dass die wichtigsten elterlichen Versicherungsverträge zunächst für sie weiter gelten.
Das ist zum Beispiel beim wichtigsten Schutz, der privaten Haftpflichtversicherung, so. Erst mit dem Ende der ersten Ausbildung (Studium, Lehre) oder mit einer Heirat ist der Vertrag der Eltern nicht mehr für die Kinder zuständig.
Beim Aufbau der Altersvorsorge empfiehlt der BVK: „Locker bleiben und sich Optionen offen halten.“ Die spätere Rente ist zwar für einen 16- bis 25 Jährigen noch weit hin, es lohnt sich aber trotzdem, etwas aufzubauen, da man sich ohne großen Aufwand bereits jetzt günstige Konditionen sichern kann. Drei Tipps nur sollten junge Erwachsene beherzigen:
Erster Tipp: Zunächst ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung viel wichtiger als ‚Geld für später’, da die gesetzliche Sozialversicherung in den ersten Jahren nur dann eine sehr kleine Erwerbsminderungsrente zahlt, wenn das Ende des Erwerbslebens durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit erzwungen wurde. Bei Kombination der Berufsunfähigkeits- mit einer Lebensversicherung, die vielleicht erst später hinzukommt, sollte im Falle einer Berufsunfähigkeit die Beitragspflicht zur Lebensversicherung erlöschen. Denn es wäre unpassend, von einer Rente wegen Berufsunfähigkeit wieder etwas für eine Lebensversicherung abzweigen zu müssen.
Tipp Nummer zwei: Unbedingt die Zulagen mitnehmen, die es vom Staat für die Riester-Vorsorge gibt. Mit dem neuen „Berufseinsteiger-Bonus“ stockt der Staat zudem jetzt für alle Riester-Sparer unter 25 Jahren das private Rentenkonto kräftig auf: Maximal 200 Euro erhält im nächsten Jahr einmalig ausgezahlt, wer einen Riester-Vertrag dieses Jahr noch abschließt. Beispielrechnungen zeigen zudem, dass sich mit einem Eigenaufwand von nur zehn Euro monatlich eine spätere Rente um die hundert Euro aufbauen lässt.
Der dritte und letzte Tipp für die Azubis: Frühzeitig nach Möglichkeiten für eine Betriebsrente erkundigen, die aus Brutto-Gehaltsanteilen gespeist wird. Auch hier winkt ein Vorteil: Die Beiträge dazu werden nämlich aus den Brutto-Gehaltsanteilen gespeist und bauen nicht nur schon eine Altersvorsorge auf, sondern können zudem die Steuerschuld mindern.