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09.06.17

Neues Geldwäschegesetz beschlossen

Der Bundesrat hat am 2. Juni 2017 dem neuen Geldwäschegesetz zugestimmt, das bereits Ende Juni in Kraft tritt. Seit 2008 gehören selbstregistrierte Versicherungsvermittler zum Kreis der Verpflichteten des Geldwäschegesetzes und müssen die daraus resultierenden Pflichten erfüllen. Das neue Geldwäschegesetz bringt neben einer Neuorganisation der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (früher: Zentralstelle für Verdachtsmeldungen), die nun beim Bundesministerium der Finanzen angesiedelt ist, auch eine Verschärfung und Aktualisierung von Präventionsmaßnahmen der Verpflichteten. Hierbei wurde der risikobasierte Ansatz für einzelne Geschäfte bzw. Personengruppen stärker in den Vordergrund gerückt. Die Risikoeinschätzung kann somit im Einzelfall zu geringeren Sorgfaltspflichten führen, wenn das Risiko für Geldwäscheaktivitäten als gering eingestuft wird. Ein neues Transparenzregister, in dem alle wirtschaftlich Berechtigten erfasst werden sollen, ermöglicht eine erleichterte Überprüfung von Geschäftstätigkeiten und Verflechtungen der Vertragspartner. Verstöße gegen Pflichten werden darüber hinaus zukünftig stärker sanktioniert.

In der Juli/August-Ausgabe der Versicherungsvermittlung werden wir Ihnen weitere Informationen zu den Einzelheiten Ihrer Pflichten sowie der Neuerungen liefern, die das Geldwäschegesetz mit sich bringt. Eine überarbeitete Mitgliederinformation mit einer Darstellung der Pflichten wird ebenfalls in Kürze beim BVK abrufbar sein.

Thema "Geldwäschegesetz" (GwG)