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| Pressemitteilung

BVK: Versicherung basiert auf Solidarität

Versicherungsprinzip muss gewahrt werden. Jahreshauptversammlung spricht sich für Chancen der Digitalisierung aus. 

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) bekennt sich zur Gestaltung der Digitalisierung als eine wichtige berufsständische Aufgabe: Die von diesem Megatrend ermöglichte Individualisierung von Versicherungsprodukten darf nicht das Solidarprinzip von Versicherungen aushöhlen, so der BVK. Auf seiner Jahreshauptversammlung in Berlin sprach sich der BVK in einem breit unterstützen Leitantrag dafür aus, die Chancen des digitalen Wandels zu nutzen, ohne dabei die erkennbaren Risiken aus dem Auge zu verlieren. 

„Die Versicherer treiben durch die digitale Informationsgewinnung die Entwicklung neuer, individualisierter Produkte voran. Wir begrüßen grundsätzlich die Chancen der Digitalisierung“, sagte BVK-Präsident Michael Heinz. „Doch diese Entwicklung – digital gestützte Produkte wie Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung oder Pay-as-you-live-Tarife in der Krankenversicherung – dürfen nicht zu einer Erosion des Versicherungssolidarprinzips führen. Davor warnen wir deutlich. Das ist nicht im Interesse des Gemeinwohls und daher fordern wir die Versicherungswirtschaft auf, am Solidargedanken festzuhalten.“

Ausdrücklich erkennt der BVK den Wunsch von immer mehr Kunden nach digitalisierten Leistungen und den Informationsbezug über digitale Kanäle an. Die Digitalisierung ermögliche zudem effizientere Prozesse zwischen Vermittlern und Versicherern, beispielsweise durch elektronisch basierte Antragsstellungen, Vertragsverwaltung und Schadenregulierung. Dadurch kann mehr Zeit für die Beratung für Versicherungsvermittler bleiben, was positiv sei, so der Verband. Doch der BVK unterstreicht auch, dass gerade in Zeiten der Digitalisierung die vertrauensvolle persönliche Beratung unersetzlicher Bestandteil bei der Vermittlung von Versicherungsprodukten bleiben muss.

„Versicherungskaufleute sind und bleiben die Wegweiser im Versicherungswesen. Denn sie reduzieren Komplexität und zeigen den Pfad zum richtigen Vertrag. Im Zeitalter des Internets sind wir als Berater und Navigatoren wichtiger denn je“, betont Heinz. „Wir sind das Bindeglied zwischen Kunden und Versicherungsunternehmen. Ohne uns würden Kunden noch schneller von einem Versicherer zum nächsten wechseln.“ Im Hinblick auf die boomenden Vergleichsportale ergänzt er: „Angesichts der Chancen und der Risiken der Digitalisierung muss gleiches Recht für alle gelten.“

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