| Pressemitteilung

BVK begrüßt BaFin- und ESMA-Initiative für mehr Transparenz bei Finfluencern

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) begrüßt ausdrücklich die Ankündigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) für mehr Transparenz und klare Regeln beim Auftreten von Finfluencern. 

„Dass sich die beiden Behörden diesem wachsenden Phänomen jetzt verstärkt widmen, ist ein wichtiges Signal für den Verbraucherschutz und den fairen Wettbewerb“, erklärt BVK-Präsident Michael H. Heinz. „Der BVK hat schon immer darauf hingewiesen, dass Empfehlungen oder Vermittlungen von Finanz- und Versicherungsprodukten im Internet klaren rechtlichen Regelungen unterliegen müssen. Die beiden Behörden greifen mit ihren Hinweisen nun wesentliche Punkte unserer Positionierung auf.“

Bereits das vom BVK beauftragte Gutachten von Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski hatte im vergangenen Jahr belegt, dass Finfluencer in vielen Fällen eine erlaubnispflichtige Vermittlungstätigkeit ausüben. Dadurch können sie denselben rechtlichen Anforderungen unterliegen wie Vermittler. Der aktuelle Hinweis beider Behörden bestätigt diese Einschätzung und stärkt die Position seriöser Marktteilnehmer. 

Positiv bewertet der BVK, dass die beiden Behörden auf die bereits bestehenden Vorschriften und Regulierungen explizit hinweisen und ihnen Geltung verschaffen wollen. Sie weisen auf die negativen rechtlichen Folgen irreführender und leichtfertiger Social Media Posts und Auftritte hin und fordern ein rechtskonformes Auftreten.

Auch vor dem Hintergrund der Trilogeinigung bei der EU-Kleinanlegerstrategie (RIS) Ende Dezember und der bestehenden IDD-Vorgaben betont der BVK die Notwendigkeit eines fairen Wettbewerbs unter vergleichbaren Bedingungen: „Gleiche Wettbewerbsbedingungen, also ein Equal Level Playing Field, ist unerlässlich, damit Verbraucherschutz und Qualität der Beratung gewährleistet bleiben“, betont der BVK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Eichele. „Mehr Transparenz bei Finfluencern ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass Verbraucher fundierte Entscheidungen treffen können – auf Basis verlässlicher, rechtssicherer Informationen. In diesem Sinne begrüßen wir, dass die EU hier aktiv geworden ist und Unternehmen verpflichtet werden, zukünftig ihre Vereinbarungen mit Finfluencern schriftlich zu fixieren.“