BVK begrüßt Stopp von FiDA
Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) begrüßt die Entscheidung der EU-Kommission, die geplante europäische Verordnung zum Financial Data Access (FiDA) zurückzuziehen. Der Verband hatte das Vorhaben von Beginn an kritisch begleitet und wiederholt auf den fehlenden Mehrwert für Verbraucher sowie den erheblichen bürokratischen Aufwand für Versicherungsvermittler und Versicherungsunternehmen hingewiesen.
Mit FiDA wollte die EU einen Rechtsrahmen für den Zugang zu und die Weitergabe von Finanzdaten schaffen. Aus Sicht des BVK blieb jedoch bis zuletzt unklar, welchen konkreten Nutzen Kunden aus der umfangreichen Bereitstellung und dem Austausch von Versicherungs- und Finanzdaten hätten ziehen können. Gleichzeitig wären Vermittler und Versicherer verpflichtet worden, kostspielige technische Schnittstellen einzurichten und Datenbestände aufzubereiten.
„Der Stopp von FiDA ist eine vernünftige Entscheidung im Interesse von Verbrauchern und Marktteilnehmern“, erklärt BVK-Präsident Michael H. Heinz. „Die Verordnung hätte einen enormen bürokratischen Aufwand und hohe Kosten insbesondere für größere Vermittlerbetriebe verursacht, ohne dass ein erkennbarer zusätzlicher Kundennutzen entstanden wäre. Statt immer neue Regulierungen zu schaffen, sollte die Politik die Rahmenbedingungen für eine qualifizierte Beratung und Betreuung der Verbraucher verbessern.“
Der BVK hatte bereits frühzeitig darauf hingewiesen, dass die Ziele des Projekts nicht überzeugend begründet wurden. Insbesondere blieb offen, welche Daten konkret ausgetauscht werden sollten und welchen Mehrwert dies für die Bürger gebracht hätte.