| Pressemitteilung

BVK fordert stärkere Aufsicht von Finfluencern

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) begrüßt die aktuelle Studie der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA zur Beeinflussung des Anlageverhaltens von Finfluencern in den sozialen Medien („Social media sentiment and retail trading behaviour“).

„Wir begrüßen, dass die europäischen Behörden das Thema fortan stärker adressieren“, sagt BVK-Präsident Michael H. Heinz. „Schließlich können soziale Medien und Finfluencer einen wichtigen Beitrag zur Finanzbildung leisten, insbesondere für junge Menschen. Verbraucher müssen jedoch klar erkennen können, ob Inhalte unabhängige Informationen, Werbung oder konkrete Produktempfehlungen darstellen. Das sollte für die Onlinewelt der sozialen Medien ebenfalls gelten.“

Der BVK fordert mehr Transparenz bei der Bewerbung von Finanz- und Versicherungsprodukten sowie gleiche Wettbewerbsbedingungen für digitale Anbieter und qualifizierte Vermittler. Wer Finanz- oder Versicherungsprodukte empfiehlt und damit Einfluss auf die Entscheidungen von Verbrauchern nimmt, muss sich an klare Regeln halten.

Aktuelle Erkenntnisse zeigen zudem, dass soziale Medien das Verhalten von Kleinanlegern nicht nur durch mögliche Fehlinformationen beeinflussen, sondern – wie die ESMA-Studie zeigt – auch stimmungsgetriebene Effekte auslösen können. Dadurch steigt die Gefahr, dass finanzielle Entscheidungen eher Trends als einer fundierten Analyse folgen.

Gerade bei komplexen Themen wie der Altersvorsorge oder der Absicherung existenzieller Risiken bleibt nach Auffassung des BVK eine individuelle Bedarfsermittlung und qualifizierte persönliche Beratung unverzichtbar. Der Verband fordert daher eine konsequentere Überwachung von Finfluencern sowie eine wirksame Durchsetzung bestehender Vorschriften zum Schutz der Verbraucher.